Dublin – St. Patrick’s Day 2010

St. Patricks Day 2010 – Dublin
(Anreise: 16.03., Abreise 18.03.)

… keine Zeit für neue Reiseberichte. Daher gibt es, vorerst, die E-Mails die direkt nach der Reise von mir verschickt wurden:

Hallo *

hier der längst überfällige Reisebericht. Auf die E-Mail musstet ihr lange warten, doch das hatte seinen Grund. Nachdem ich aus Dublin zurückkehrte wollte ich die gute Laune so lange wie möglich beibehalten und nicht verlieren, indem ich zurückblicke. Dann war plötzlich Freitag. Samstag war ich auch nur unterwegs (-> Lange Nacht der Museen war sehr genial!) und plötzlich ist schon wieder Montag. Und die nächsten Tage komme ich auch nicht dazu weil ich beim Kunden bin. Also los geht’s:

Ich war zwar nur 2 Tage in Dublin, aber diese Tage reichten um einen sehr guten Urlaub zu haben. Spaß ist was man selbst anstellt!

Dienstag 16.03.
Am ersten Tag habe ich mich einer Tour durch die Stadt angeschlossen. Mein Hostel war in einem Verbund, der kostenlose Führungen durch die Stadt anbieten.
So habe ich sehr günstig die wichtigsten Sehenswürdigkeit von Dublin gesehen (zumindest von außen).
Und hatte auch Gelegenheit Leute aus dem eigenen oder den umliegenden Hostels kennenzulernen. Amerikaner und Australier waren deutlich in der Überzahl.

So habe ich mich im Anschluss an die Stadtführung einer Gruppe australischer Mädels angeschlossen, die in das Guiness Storehouse gingen. Die Brauerei stand zwar nicht unbedingt auf meinem Plan, aber hey, ich bin schließlich auf der Suche nach Spaß gewesen!

Custom House (and shore of Liffey)

Custom House (and shore of Liffey)

Die Dame an der Kasse habe ich so lange belabert, bis sie mich in das Storehouse zum Studentenpreis reingelassen hat. Da muss man nur charmant gucken, sagen dass man Patrick heißt und noch hinzufügen, dass in Dublin zwar sooo viele Touristen rumlaufen, aber soooooo wenig Anreize für deutsche Touristen bestehen die Stadt zu besuchen🙂

Typical picture on the eve of St. Patrick's Day

Typical picture on the eve of St. Patrick's Day

Naja, meine neuen australischen Freunde wurden mir auf der self-guided Tour durch das Guiness Storehouse dann doch zu langweilig. Ich habe die weniger interessanten Bereiche nur kurz angeschaut und mir an der Bar neue Freunde gesucht. Im Ticketpreis inbegriffen ist ein Pint Guiness. Das kann man wahlweise selbst zapfen oder im obersten Stock des Storehouses ordern (in der sog. Gravity Bar). Von dort oben hatte man eine nette Aussicht über die Stadt.

Vorabend St. Patrick’s Day
Ich hatte das Glück, dass ich in meinem Zimmer einen Halbiren hatte. Der hat mir abends gezeigt, wo man ordentliches “Irish Lamb Stew” essen kann und welche Pubs in der Temple Bar noch original “Irish Pubs” sind.

in the courtyard of Trinity College

in the courtyard of Trinity College

Wir waren nach dem Essen in einer kleinen Eckkneipe, die noch irische Tradition pflegte und nicht das, was den Touristen sonst geboten wird. In dem Pub gab es natürlich live Musik. Nur mit dem Unterschied, dass die Musiker nicht bezahlt wurden, sondern einfach nach Lust und Laune kamen und spielten.

Das waren alles Privatleute die aus Spaß an der Freude sich im Pub trafen um zusammen zu musizieren. Ein Konzept was absolut aufgeht, denn der Laden war ziemlich voll.

Mittwoch 17.03. – St. Patrick’s Day.

At Temple Bar

At Temple Bar

Für diesen Tag hatte ich nichts geplant, außer die Parade angucken mit anschließender Spaßmaximierung in der Stadt.
Für die Parade hatte ich mich schon im Vorfeld mit Leuten aus England verabredet. Hat auch alles super geklappt.

Das Wetter war erstaunlich gut. Kurz bevor die Parade begann kam die Sonne hinter den Wolken hervor. Bisschen windig, aber es war durchweg wärmer als erwartet.

Wir standen zwar nicht am Anfang der Parade, aber innerhalb des ersten Drittels der Strecke. Etwas weiter die Straße runter standen die Preisrichter für die beste Abteilung der Parade. Daher haben sich die
Teilnehmer an unserer Position nochmal richtig ins Zeug gelegt🙂

Auf YouTube kann man sich die ca. einstündige Parade in einer 12-minütigen Zusammenfassung ansehen. Da fehlt natürlich die ein oder andere Abteilung, aber im großen und ganzen kriegt man einen ersten Eindruck. Das Video kann allerdings nicht die super Stimmung vermitteln, die in der Menge herrschte:

Direkt nach der Parade folgten wir der Menschenmasse in die Temple Bar Area um das erste Guiness des Tages zu ordern (wir hatten sogar das Glück noch in einen der bekannteren Pubs zu gelangen, bevor der wegen Überfüllung keine Leute mehr reingelassen hat). Aber meine Güte; das Glas Guiness war in dem Pub ungefähr so teuer wie
mein Einkauf um nach meiner Rückkehr nach Mannheim den Kühlschrank wieder zu füllen. Aber die

Stimmung in dem Pub war riesig! Eine Band spielte irische Folk-Songs bei denen der ganze Laden mitgesungen hat.
Ich habe während der Dublinreise so einige neue Songs gelernt. Wobei man bei den meisten schon nach der ersten Strophe den Refrain mitsingen kann – erst recht in einer vollbesetzten Kneipe😀

St. Patrick

Gegen 15 Uhr haben wir es dann geschafft ein Restaurant zu finden, wo man sich zum Essen noch hinsetzen kann. Die Stadt war schließlich voller Leute …
Zum verspäteten Mittag gab es Irish Stew – diesmal beef mit mashed potatoes. Absolute “low-level” Hausmannskost. Aber es schmeckte vorzüglich.

Den Rest des Tages/Abends kann man auf wenige Worte reduzieren:
more pubs, more singing, more fun!
Um Mitternacht haben wir die “Stammlokale” bei uns im die Ecke nochmal verlassen, um die Atmosphäre in der Temple Bar aufzusaugen. Randale haben wir nur einmal kurz nachmittags mitbekommen. Zwei Einheimische haben eine sehr lautstarke Auseinandersetzung gehabt und sich mit Flaschen beworfen.
Für diese Art des Kampfes auf mittlerer Distanz gibt es in UK/Irland sogar einen eigenen Ausdruck: glassing
Erstaunlicherweise hat es nach dem ersten Klirren von Glas keine halbe Minute gedauert, bis die Straßenstreife auf Motorrädern rigoros “interveniert” hat. Aber sonst keine negativen Erlebnisse.

Ach ja, noch was Lustiges: Wir sind nachts auf dem nach Hauseweg noch von einer litauischen Dame angesprochen worden, ob wir ihr den Weg zu dem “russian 24 hour shop” beschreiben können. Den kannten wir natürlich nicht. Es stellte sich heraus, dass die Dame auf der Suche nach Heroin war. 😎

Logistische Probleme hat man als Fußgänger in Dublin nicht. Man kann zu Fuß in der Innenstadt alles super erreichen. Lange Märsche gab es nicht. Kommt aber auch ganz drauf an, wo man sein Zimmer mietet. Dank GoogleMaps ist es ja kein Problem mehr vorweg die Reise zu planen. Alles in allem war es ein sehr gelungener Kurztrip. GonzoTourism at it’s best🙂
Dublin werde ich bestimmt wieder besuchen.

Viele Grüße, bis demnächst
Patrick


Never go to bed mad. Stay up and fight.
– Phyllis Diller, “Phyllis Diller’s Housekeeping Hints”

One thought on “Dublin – St. Patrick’s Day 2010

  1. Pingback: Awesomeness by Number: 2010 | mind-boost

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