Tour de Force en BENELUX – September 2010

Da mein erstes großes Projekt in 2011 – sobrevivir en México – ein Großteil meiner Zeit verschlingt, gibt es vom Auftakt meines Sommersurlaubs 2010  (vorerst) nur eine Zusammenfassung die ich schonmal per E-Mail verschickt habe …

== Ausgangslage ==
19 Tage geplante Reisezeit
15 Tage bezahlter Urlaub (Netto)
7-10 Reiseführer
12,5 KG Gepäck
10 Städte
4 Länder
… und ein Mann

== Ergebnis ==
Purer Spaß!

… sowie unzählige Eindrücke und Geschichten.
Die ca. 2100 Foto- und Filmmaterial (1,3 GB) spiegeln nur schemenhaft wieder, was ich alles erlebt habe.
Es ist verdammt mühselig meine Eindrücke aus den letzten drei Wochen Urlaub zu verarbeiten. Vor allem weil ich jeden Tag unterwegs war um so viel wie möglich aus meinem Urlaub herauszuholen. Selbst an den letzten Tagen in Cádiz und Madrid an denen ich eigentlich ausspannen wollte …
Die Stadt Toledo strich ich sogar aus gesundheitlichen Gründen von meiner Reiseliste. Dazu vielleicht mehr in der nächsten Mail. Wenn ich
es vergesse, bitte drauf ansprechen. Das hängt mit Tatsachen zusammen wie sie nur dem Müller passieren können😉

In dieser Mail möchte ich im Schnelldurchlauf die erste Woche meines Urlaubs schildern. Da ich nicht weiß, was euch eher interessiert
reiße ich von jedem ein bisschen an. […]

Also los geht’s mit meiner BENELUX-Tour:
In 76er Manier bin ich mit Marschepäck durch die BENELUX Staaten gereist.
Zeitansatz:
Samstag, 04. September – Samstag, 11. September 2010
Route:
Amsterdam -> Den Haag -> Rotterdam -> Brüssel -> Brügge -> Luxemburg

Hauptreisemittel waren Züge. Aber die Städte habe ich meist zu Fuß erkundet (teilweise sogar mit vollständigem Reisegepäck, weil ich nicht
in jeder Stadt Gastgeber gefunden habe). Auch per Boot oder Fahrrad war ich das ein oder andere Mal unterwegs.

Amsterdam
Ankunft per ICE in Amsterdam Centraal – Europaspezial der Bahn macht es möglich. Dazu kommt noch Schaden am Triebwerk mit unfreiwilligem Zugwechsel kurz vor der niederländischen Grenze. Aber immerhin hat die Bahn einen Ersatz-ICE gestellt (der hörte auf den Namen “Mannheim” *bg*)

Amsterdam ist eine sehr schöne Stadt! Das ganze Ambiente ist eine einzige Sehenswürdigkeit. Den Grachtengürtel in der Innenstadt habe ich zu Fuß und per Boot erkundet. In dieser Stadt merkt man allerdings auch die hohe Bevölkerungsdichte in den Niederlanden. Verschlimmert wird das ganze noch durch Horden von Touristen. Allerdings fand ich die Stadt sehr sauber und gepflegt vor. Was ich in den Museen sah war  ausgezeichnet; allerdings nicht so groß wie die Galerien, die ich später in Madrid besucht habe. Trotzdem viele Meisterwerke der flämischen Malerei des Mittelalters und Malerei des 19. Jahrhunderts (allen voran Rembrandt, Vermeer, Van Gogh, Gaugin etc. etc.)

Ach ja, ganz verschweigen sollte ich es nicht: In Amsterdam nimmt man häufig einen süßen Geruch war. Ich muss wohl nicht erklären, um was es
sich dabei handelt?😉

Den Haag
Schwups, plötzlich war es aus mit dem schönen Sonnenschein. Das Wetter trug aber nur unwesentlich zu meinem Eindruck von Den Haag bei. Vielleicht ist die Stadt (und besonders der Strand von Scheveningen) im Hochsommmer schöner.

Den Haag ist Regierungssitz und Erholungsort in einem. Für mich war es interessant an den Palast der Königin zu reisen und auch diverse UN Gebäude zu bestaunen – damit war es das aber auch schon. Mit einem Tagesbesuch war Den Haag perfekt getimed.
Ach ja, Fischbrötchen war natürlich Pflicht …

Rotterdam
Außergewöhnlich! Ich habe mir Rotterdam etwas anders vorgestellt – bin aber nicht enttäuscht worden. Im Gegenteil, für Rotterdam hätte ich mehr
Zeit einplanen sollen. Die Stadt besticht durch moderne Architektur die für eine Hafenstadt atemberaubende Dimensionen annimmt.
Ich hatte morgens eine Hafentour. Mit einer Bekannten aus St. Gallen war ich zum Mittagessen verabredet. Danach nahm sie mich mit auf eine Bike
Tour durch Rotterdam. Sagenhaft! Ihre ausgezeichnete Tour war vermutlich der Hauptgrund, warum mir Rotterdam zu gut gefallen hat.
Aber in dieser Stadt gibt es noch so viel zu sehen und entdecken. Ich habe riesigen Spaß in Rotterdam gehabt, so dass mir der Dauerregen
fast nichts ausgemacht hat.

Brüssel
Hier kommt ein krasser Einschnitt —
Zu Brüssel müsste ich am besten gar nichts sagen. Von der belgischen Hauptstadt sollte sich jeder ein eigenes Bild verschaffen. Ein seltsamer
Eindruck bei mir – von Anfang an. Aber ein kulinarischer Höhepunkt meiner Reise: Pommes Frites die noch nach Kartoffeln schmecken und süße Waffeln zum Dessert. Aber dafür lohnt es sich für mich nicht wieder nach Brüssel zu fahren.

Brügge
Das Venedig von Belgien. Viele, viele Leute haben mir empfohlen nach Brügge zu reisen. So habe ich diesen Umweg auch in Kauf genommen. Ich muss zugeben, die Altstadt ist hübsch. Aber es wimmelt hier nur von Touristen!!!
Brügge ist ein Paradebeispiel wie eine märchenhafte Stadt in einen touristischen Moloch verwandelt wird. So schön der Ort auch sein mag …

Luxemburg
Letzte Etappe!
Die Hauptstadt des Herzogtums wird getrennt durch eine grünbewachsene Schlucht, die sich “le grund” nennt. Die Stadt konnte ich vollends genießen, da nach Verlassen von Belgien die Sonne wieder schien.😀
Luxemburg entpuppte sich genauso wie ich es mir vorgestellt habe: Klein und beschaulich, landschaftlich attraktiv, aber mit Ballungszentren,bescheiden aber anmutig. Ein bisschen wie die Schweiz  >:-) (ist wirklich nicht abwegig, denn auch Luxemburg ist Bankenzentrum – aber es fehlt an Skilaufgebieten *g*).
Meine Gastgeberin war zwar aus Frankreich, aber trotzdem habe ich hier Erholung gefunden.

Auf der Rückreise nach Mannheim war endlos entspannt …
… und am Sonntag musste ich dann routieren um die Spanienreise vorzubereiten. Aber das ist ein anderes Kapitel. Davon mehr in der nächsten Mail.
Viele Grüße in den Norden
Patrick

One thought on “Tour de Force en BENELUX – September 2010

  1. Pingback: Awesomeness by Number: 2010 | mind-boost

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