Palabras Españoles de la Semana / Spanish Words of the Week (CW4)

Calendar Week 4, 2011:

 español english
el flujograma the flowchart
la mercancía the merchandise
todo el rollo and so on
la prueba unitaria the unit test
la prueba integral the integration test, the scenario test
¡Darme cinco! / ¡Chocalas! Gimme five!
gastar (dinero) to spend (money)
Advertisements

Die ersten Arbeitstage in Mexiko

Es folgt ein Abriss meiner ersten Arbeitswoche in Santa Fe, Mexiko DF. Dieser Blog ist zwar primär für meine Reiseberichte gedacht, doch da die Arbeit in Mexiko einen Großteil meiner Zeit einnehmen wird, widme ich dem Thema zumindest ein paar Absätze. Es ist den meisten Lesern wohl bekannt, dass ich Softwareentwickler im Logistikbereich bin und in Mexiko ein Kundenprojekt beratend unterstützte. Mehr über die weiteren Umstände wird nicht veröffentlicht.

Dienstag 25.01.2011

Der Jetlag hat mich am ersten Morgen in Mexiko desöfteren heimgesucht. In regelmäßigen Abständen bin ich wach geworden: 2 Uhr, 3 Uhr, 4 Uhr … gegen 6 Uhr bin ich dann schließlich unter die Dusche gegangen und gegen 7 Uhr zum Frühstück. Die Aussicht vom Essenssaal auf die umliegenden Hochhäuser und Baustellen ist imposant.

Santa Fe, México DF

Eigentlich dachte ich, dass mich jemand von unserer mexikanischen Landesgesellschaft abholen würde. Stattdessen wurde ich von einem der Projektleiter auf Kundenseite abgeholt. Mein Weg zur Arbeit ist extrem kurz: knapp 150 – 200 m!
Der trade-off ist leider, dass Santa Fe zu den äußeren Bezirken von Mexiko Stadt gehört. Nach meinem Empfinden ist Santa Fe eine kleine, schon eigenständige, Vorstadt von Mexico City.

Zuerst wurde ich durch das Gebäude von unserem Kunden geführt. Speziell durch die Meetingräume, in denen an unserem Projekt gearbeitet wird. Die Meetingräume in denen wir arbeiten sind ungefähr so groß wie mein Büro in Walldorf. Nur mit dem Unterschied, dass ich hier den Arbeitsraum nicht mit drei Leuten, sondern mit fast doppelt so vielen teile. Desweiteren sind die Meetingräume entweder im Inneren der Gebäude oder in der Etage E1 (nämlich im Keller 😉 )

Am ersten Vormittag habe ich viele Hände geschüttelt und mir wurden viele neue Leute vorgestellt. Das Organigramm über die Projektbereiche ist enorm. Es wird noch etwas dauern, bis ich hier die Leute beim Namen UND Orgbereich kenne. Zumindest die Namen von den Leuten mit denen ich Tag für Tag eng zusammen arbeiten werde habe ich am ersten Tag gelernt.

Nach dem vielen Händeschütteln habe ich eine Präsentation über unseren Kunden bekommen und speziell ein  Briefing über das Logistiknetzwerk an dem wir arbeiten werden. Alles High-Level, aber klärte schon enorm auf. Es fiel hier mein Lieblingssatz der ersten Woche: “The supply chain has a dark side: Reverse Logistics”
(den Satz verstehen jetzt vermutlich nur die Kollegen die sich mit Retourenabwicklung befassen, aber ab und zu muss im Blog ein Insiderwitz fallen 😉 )

Am Nachmittag habe ich auch den Projektleiter von seiten unserer mexikanischen Landesgesellschaft persönlich kennengelernt.

Mittwoch 26.01.2011

“Hablemos de Logística” – Lass uns über Logistik reden
Mir tut es sehr weh zu hören, und zu sehen, wie sich einige Leute dabei quälen mir etwas auf englisch zu erklären. Die Sprachbarriere im Projekt ist ein klein wenig größer als ich erwartet habe. Mein Spanisch reicht nicht aus um komplexe Projektpläne aufzustellen oder zu besprechen. Ob ich auf so ein Niveau kommen werde im nächsten halben Jahr? A ver – mal sehen …

Auf dem Weg vom Mittagessen zurück an die Arbeit

Auf dem Weg vom Mittagessen zurück an die Arbeit (Geschäftsbezirk Santa Fe, Autobahnzubringer Mexico/Toluca)

Die Herausforderungen, die dieses Projekt mit sich bringt, mehren sich Tag für Tag.

Donnerstag 27.01.2011

Meine Akklimatisierung schreitet voran: Jetlag habe ich seit Mittwoch keinen mehr. Ich habe weder Probleme mit der Verdauung noch bin ich anderweitig erkrankt – mal abgesehen von der Erkältung die ich im Reisegepäck hatte. Apropros, ich komme ziemlich aus der Puste, wenn ich beim Kunden aus dem Erdgeschoss an meinen Arbeitsplatz im zweiten Stock gehe; per Treppen versteht sich. Ist es wirklich die Höhenluft oder sind es die Nachwehen meiner Erkältung (oder beides)?

Am heutigen Tag habe ich die ein oder andere Geschichte von Projektmitgliedern gehört, die nicht aus Mexico DF sind, sondern aus Städten durch die der Drogenhandel von Südamerika in die USA verläuft. Das sollen alles ganz tolle Orte am Pazifik sein. Städte mit traumhaften Stränden, frischer Luft , leckerem Essen (z.B. Meerefrüchten *schwärm*) … und der ständigen Angst bei einer Schießerei zwischen rivalisierenden Kartellmitgliedern zwischen die Fronten zu geraten.

Abends hat ein Kollege seine Abschiedsfeier in einem Nachtclub in der Nähe gegeben. Das war für mich eine gute Gelegenheit einige Projektmitglieder (besser) kennenzulernen und mit “Small-Talk-Spanisch” zu glänzen. Die Runde war buntgemischt aus allen Projektbereichen und -parteien. Sogar ein paar der älteren Generation feierten bis in die Nacht hinein mit. Der Abend lohnte sich für mich. Obwohl es in dem Club ziemlich teuer war. An dem Abend habe ich ungefähr so viel ausgegeben wie in den ersten vier Tagen zusammengerechnet.

… doch eins habe ich nicht kapiert: Ist es ein neckischer Scherz oder eine gut gemeinte Einladung, dass mir als Drink “Paloma” ausgegeben wurde? (Paloma = Tequila gemischt mit Wasser und Salzrand am Glas)

Freitag 28.01.2011

Morgens um Acht war Status Meeting mit voll-versammelter Mannschaft. Wie viele andere Meetings wird auch dieses auf spanisch abgehalten. Allerdings habe ich diesmal überdurchschnittlich viel verstanden, weil die Präsentierenden ihren Text auch auf Folie hatten und ich dort mitlesen konnte.

—-

Ich habe den Eindruck, dass die Arbeitsatmosphäre in diesem Implementierungsprojekt in Mexico ungezwungener abläuft, als die Projekte, die ich in Deutschland erlebt habe. Hier kommen täglich Leute aus verschiedenen Firmen zusammen. Trotzdem wird sich geduzt und die Arbeit läuft kollegial ab und nicht so reserviert wie ich es bei Projekten in Deutschland miterlebt habe. Allerdings muss ich eins dazusagen: Wenn Projektmitglieder ab einer gewissen Managementstufe dabei sind, dann wird auch hier der Ton ein bisschen formaler.

Der Freitagnachmittag wurde mir versüßt durch ein Statement von einem der Berater (ungefähr mein Alter): “Patrick, you violated a lot of preoccupations we had with Germans. For example, we thought that Germans couldn’t laugh and such stuff.”

Bienvenido a México – Willkommen in Mexiko

Tada, ¡Bienvenido a México! Den Satz habe ich an meinem ersten Abend in Mexiko desöfteren gelesen und gehört. Angefangen bei riesigen Tafeln am Flughafen, Taxifahrern oder dem Hotelpersonal. In der Tat hat mich das Land ohne die Anfangsschwierigkeiten empfangen vor denen ich im Vorfeld gewarnt wurde oder in meinen Reiseführern gelesen habe (wahrscheinlich US-amerikanisch gesprägte Quellen 🙂 ). Aber eins nach dem anderen …Montag 23.01.2011: Reisetag

Mein erster Langstreckenflug. Die 747 war glücklicherweise nicht voll ausgebucht, daher habe ich recht schnell meinen Platz im Gang gegen den am Fenster getauscht. Aber erst nach der Hälfte des Fluges – also über Kanada – wurde die Aussicht interessant. Über Europa und dem Atlantik war es größtenteils bewölkt. Von Aussicht genießen kann ich nicht unbedingt reden, denn ich war noch angeschlagen mit Erkältung. Husten und Müdigkeit war zwar auskuriert, doch ohne Mandeln schlagen bei mir die Erkältungen ungebremst auf die Kehle.

Follow-the-sun – diesmal habe ich es wörtlich genommen 🙂

Der Landeanflug auf den Flughafen Benito Juárez war sehr genial. Mein zweiter Anflug bei Abend/Nacht. Es war ganz anders, als der nächtliche Anflug auf Budapest im letzten Jahr. In Mexiko sind die Straßen – wie auf dem Reißbrett gezeichnet – nahezu gerade. Daher ergeben sich rechteckige, geometrische Muster aus den Straßenzügen. Die Lichter sind nicht so grell und kalt wie in Europa. Es flackern orange, rote und manchmal auch bunte Lichter. Von flachen Siedlungen ging der Landeanflug auch über Hochhäuser und in Neonlicht getauchte Boulevards. Große Straßen erkannte man von oben auch sehr gut, denn die Autoreihen kriechen chaotisch, ameisengleich ihrem Ziel entgegen. Später im Taxi sollte ich merken warum das so ungeordnet vorwärts geht: Es fehlen auf mehrspurigen Straßen häufig Leitstreifen.

Gespenstisch wirkten die Berge, da diese nicht wie der Rest der Stadt illuminiert sind. So liegen sie wie Buckel von lauernden Ungeheuern in der Dunkelheit.  Alles in allem eine mystisch-pulsierende Atmosphäre.

Die eigentliche Einreise (imigración) verlief so locker wie ich es nicht erwartet habe. Ich habe mit Warteschlagen gerechnet, mit grimmigen Einreisebeamten die auch nach dem dritten Ausfüllen der Formulare die Einreise verweigern, weil eine Klausel im Einreiseformular nicht ordnungsgemäß ausgefüllt wurde. Nichts von alledem! Raus aus dem Flugzeug, rein in die Abfertigungshalle, kurz in der Schlange “gehen” (von Warten kann keine Rede sein) und ab an den nächsten freien Schalter. Meine Einreisekarte hatte ich nach bestem Wissen ausgefüllt – aber nicht vollständig, weil manche Teile auf dem Formular mir unbekannt waren (FM2 oder FM3 oder photocard? – auch das spanische Formular half mir nicht weiter). Doch scheinbar reichte es schon, wenn voller Name und Nummer des Ausweises eingetragen sind. Ich hätte gerne meinen Gesichtsausdruck gesehen, als der Beamte “180 días” (180 Tage) auf mein Einreiseformular kritzelte – Wer hat nochmal gesagt, es sei Verhandlungssache wie lange man bleiben darf? Zack, zack! Noch ein paar Stempel. Zack, zack und ¡Bienvenido a México!

Danach dann das Gepäck in Empfang nehmen und ab durch den Zoll. Das war sehr lustig (soweit ich bei dem geschwollenen Hals noch Humor hatte). Wenn man auf dem Zollformular angibt, dass man nichts zu verzollen habe, dann gleicht die Zollpassage einem Glücksspiel mit sehr einfachen Regeln: “Press the red button!”
Ich habe also den roten Knopf gedrückt, worauf eine grüne Anzeigetafel aufleuchtete. Bingo, ¡Pase, pase! -> ¡Bienvenido a Mexico! Gehe auf “LOS” und ziehe ein Taxiticket ein.

Aussicht von meinem Zimmer (erster Abend)

Aussicht von meinem Zimmer (erster Abend)

Die Taxifahrt ins Hotel war klasse – ist wohl aber Geschmackssache. Mein Taxifahrer sprach nur spanisch, war aber superfreundlich. Gesprächsthemen gingen uns relativ schnell aus, was auch daran liegt, dass ich mit dem zugeschnürten Hals keinen Ton mehr rausbekam. Er hat dann einfach das Radio angestellt. Bei 80er Jahre Musik erhielt ich also einen ersten Eindruck vom Verkehr in Mexico Stadt (ich glaube wenn ich beim nächsten Mal Madonnas “Get Into The Groove” höre, werde ich mich an diese Taxifahrt zurückerinnern). Ich schätze wegen in Abendstunden war weniger auf den Straßen los; begünstigt auch durch den Umstand, dass es ins Gewerbeviertel Santa Fe ging und nicht in die inneren Stadtteile.

Meine  Unterkunft ist, nüchtern gesprochen, sehr genial. Ich habe zwar noch ein mulmiges Gefühl, dass unser Kunde die Hotelrechnung erstmal bei mir “parkt” und ich einige bürokratische Hürden nehmen muss was meine Spesen angeht, aber alles in allem ist die Unterbringung im Loft sehr angenehm! Ich habe eine Suite im 10. Stock von einem Hotel. Es fühlt sich an wie in einem großen Hochhaus, weil ringsum auch nur Hochhäuser stehen (siehe Foto). Und wichtig für mich: freies WLAN und Frühstück inklusive 🙂

So, ich bin gespannt wie es weitergeht … a ver

Good bye Germany / Adiós Alemania …

Meine letzten 24 Stunden in Deutschland brechen an …

Neulich hat mich jemand gefragt ob ich aufgeregt sei vor der Reise. Meine Antwort: “Dafür bin ich viel zu müde.”

In der letzten Woche habe ich vor lauter Abschiedsparties, Abschiedsessen und Reisevorbereitungen zu wenig geschlafen. An diesem Wochenende hat mein Körper schließlich die Notbremse gezogen. Ein Wochenende im Bett zu verbringen und nicht dran zu denken was vor der Abreise noch organisiert werden muss, ist ganz angenehm.

Naja gut … Sachen packen muss ich leider doch noch …

Awesomeness by Number: 2010

2010 has been a good year. In private matters as well as in my work life.

I have done a lot of cool thinks. For example:

  • St. Patrick’s Day celebrations in Dublin
  • Parkour running in Hamburg
  • participated in CouchSurfing
  • … and a lot of travelling

Nine countries in Europe were visited by me. Here are the biggest cities I have been to in 2010 (in temporal order): Ulm, Dublin, Pisa, Florence, Budapest, Amsterdam, Den Haag, Rotterdam, Brussel, Bruges, Luxembourg, Madrid, Córdoba, Sevilla, Cádiz, Munich

A lot of friendly and interesting people accompanied me on my way through 2010.

I have read more than 40 books. Here are those that I consider as best:

  • Death in the Afternoon – by Ernest Hemingway
  • Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt – by Helmut Schmidt und Giovanni DiLorenzo
  • Surely you are Joking Mr.Feynman – by Richard Feynman

I did sports on more than 280 days of this year (maybe even more than 300 days – I didn’t count … )

Good movies seen:

  • Moon
  • In Bruges (after I went to Belgium)
  • Eulogy to Slowness

Personal Soundtrack of 2010:

Oasis – Whatever

Stromae – Alors on Danse

Yolanda Be Cool & DCUP – We no Speak Americano (Party in Tuscany!!!)

Besh O Drom (I saw the band on a beach party on the shore of the Danube)

Kayne West – Harder Better Faster Stronger (Urbanathlon Hamburg)

Peter Fox – Stadtaffe (Urbanathlon Hamburg)

ACDC – Hells Bells (starting signal for Urbanathlon Hamburg)

… guess I have forgotton to mention a lot of other thinks that shaped my great memories of the year 2010.

Rock Your Shamrock - St. Patrick's Day 2010

 
Budapest 2010
Above the roofs of Florence

Above the roofs of Florence

Urbanathlon 2010

Finisher of the Urbanathlon 2010

Hamburg Port Authority: Swimming in the habour area is life-threatening

2010 has been a great year! But there is potential for 2011 …

My biggest project for 2011 brings me for half a year to Mexico City. Since this part of the year seems kind of vague to me I can’t assume the same conditions that I had in 2010. Furthermore, I don’t know how the rest of the year might look like. Maybe I never return from Mexico. Who knows? That is why I am kind of reserved for my plans in 2011.

However, there are definetely things that I will do in 2011 that others would not even dream about. Some things that seem trivial but also thinks on the verge of craziness.

As a start, here are the more trivial thinks:

  • work in Mexico City
  • 50 Book Challenge
  • 100 Push-Ups in a row (a sporty challenge possible to meet even w/o access to a gym -> perfect for the first half of the year)
  • vacations in Spain (this time Valencia and/or Bilbao)

… maybe I will visit Strasbourg this year? One of the thinks I might have done years ago. My European tour can’t be complete w/o France.

This is only the official agenda. There are more points on my list … maybe more about those point at a later point in time. And there will be surely ideas that come to me while the year 2011 progresses. I also had fabulous ideas in 2010. Realizing those ideas was part of great experiences that I collected in 2010. On New Years Eve 2009 I would’ve never imagined travelling to Tuscany, participating in a parkour run, or jogging along the shore of the Danube in the year 2010. But I did … There will be more events to come in 2011. Great events cast their shadows ahead. Friends and family, thanks for your support in 2010 – 2011 will be even greater. Brace for impact!