Bienvenido a México – Willkommen in Mexiko

Tada, ¡Bienvenido a México! Den Satz habe ich an meinem ersten Abend in Mexiko desöfteren gelesen und gehört. Angefangen bei riesigen Tafeln am Flughafen, Taxifahrern oder dem Hotelpersonal. In der Tat hat mich das Land ohne die Anfangsschwierigkeiten empfangen vor denen ich im Vorfeld gewarnt wurde oder in meinen Reiseführern gelesen habe (wahrscheinlich US-amerikanisch gesprägte Quellen🙂 ). Aber eins nach dem anderen …Montag 23.01.2011: Reisetag

Mein erster Langstreckenflug. Die 747 war glücklicherweise nicht voll ausgebucht, daher habe ich recht schnell meinen Platz im Gang gegen den am Fenster getauscht. Aber erst nach der Hälfte des Fluges – also über Kanada – wurde die Aussicht interessant. Über Europa und dem Atlantik war es größtenteils bewölkt. Von Aussicht genießen kann ich nicht unbedingt reden, denn ich war noch angeschlagen mit Erkältung. Husten und Müdigkeit war zwar auskuriert, doch ohne Mandeln schlagen bei mir die Erkältungen ungebremst auf die Kehle.

Follow-the-sun – diesmal habe ich es wörtlich genommen🙂

Der Landeanflug auf den Flughafen Benito Juárez war sehr genial. Mein zweiter Anflug bei Abend/Nacht. Es war ganz anders, als der nächtliche Anflug auf Budapest im letzten Jahr. In Mexiko sind die Straßen – wie auf dem Reißbrett gezeichnet – nahezu gerade. Daher ergeben sich rechteckige, geometrische Muster aus den Straßenzügen. Die Lichter sind nicht so grell und kalt wie in Europa. Es flackern orange, rote und manchmal auch bunte Lichter. Von flachen Siedlungen ging der Landeanflug auch über Hochhäuser und in Neonlicht getauchte Boulevards. Große Straßen erkannte man von oben auch sehr gut, denn die Autoreihen kriechen chaotisch, ameisengleich ihrem Ziel entgegen. Später im Taxi sollte ich merken warum das so ungeordnet vorwärts geht: Es fehlen auf mehrspurigen Straßen häufig Leitstreifen.

Gespenstisch wirkten die Berge, da diese nicht wie der Rest der Stadt illuminiert sind. So liegen sie wie Buckel von lauernden Ungeheuern in der Dunkelheit.  Alles in allem eine mystisch-pulsierende Atmosphäre.

Die eigentliche Einreise (imigración) verlief so locker wie ich es nicht erwartet habe. Ich habe mit Warteschlagen gerechnet, mit grimmigen Einreisebeamten die auch nach dem dritten Ausfüllen der Formulare die Einreise verweigern, weil eine Klausel im Einreiseformular nicht ordnungsgemäß ausgefüllt wurde. Nichts von alledem! Raus aus dem Flugzeug, rein in die Abfertigungshalle, kurz in der Schlange “gehen” (von Warten kann keine Rede sein) und ab an den nächsten freien Schalter. Meine Einreisekarte hatte ich nach bestem Wissen ausgefüllt – aber nicht vollständig, weil manche Teile auf dem Formular mir unbekannt waren (FM2 oder FM3 oder photocard? – auch das spanische Formular half mir nicht weiter). Doch scheinbar reichte es schon, wenn voller Name und Nummer des Ausweises eingetragen sind. Ich hätte gerne meinen Gesichtsausdruck gesehen, als der Beamte “180 días” (180 Tage) auf mein Einreiseformular kritzelte – Wer hat nochmal gesagt, es sei Verhandlungssache wie lange man bleiben darf? Zack, zack! Noch ein paar Stempel. Zack, zack und ¡Bienvenido a México!

Danach dann das Gepäck in Empfang nehmen und ab durch den Zoll. Das war sehr lustig (soweit ich bei dem geschwollenen Hals noch Humor hatte). Wenn man auf dem Zollformular angibt, dass man nichts zu verzollen habe, dann gleicht die Zollpassage einem Glücksspiel mit sehr einfachen Regeln: “Press the red button!”
Ich habe also den roten Knopf gedrückt, worauf eine grüne Anzeigetafel aufleuchtete. Bingo, ¡Pase, pase! -> ¡Bienvenido a Mexico! Gehe auf “LOS” und ziehe ein Taxiticket ein.

Aussicht von meinem Zimmer (erster Abend)

Aussicht von meinem Zimmer (erster Abend)

Die Taxifahrt ins Hotel war klasse – ist wohl aber Geschmackssache. Mein Taxifahrer sprach nur spanisch, war aber superfreundlich. Gesprächsthemen gingen uns relativ schnell aus, was auch daran liegt, dass ich mit dem zugeschnürten Hals keinen Ton mehr rausbekam. Er hat dann einfach das Radio angestellt. Bei 80er Jahre Musik erhielt ich also einen ersten Eindruck vom Verkehr in Mexico Stadt (ich glaube wenn ich beim nächsten Mal Madonnas “Get Into The Groove” höre, werde ich mich an diese Taxifahrt zurückerinnern). Ich schätze wegen in Abendstunden war weniger auf den Straßen los; begünstigt auch durch den Umstand, dass es ins Gewerbeviertel Santa Fe ging und nicht in die inneren Stadtteile.

Meine  Unterkunft ist, nüchtern gesprochen, sehr genial. Ich habe zwar noch ein mulmiges Gefühl, dass unser Kunde die Hotelrechnung erstmal bei mir “parkt” und ich einige bürokratische Hürden nehmen muss was meine Spesen angeht, aber alles in allem ist die Unterbringung im Loft sehr angenehm! Ich habe eine Suite im 10. Stock von einem Hotel. Es fühlt sich an wie in einem großen Hochhaus, weil ringsum auch nur Hochhäuser stehen (siehe Foto). Und wichtig für mich: freies WLAN und Frühstück inklusive🙂

So, ich bin gespannt wie es weitergeht … a ver

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