Intermezzi

Die kleinen Ablenkungen vom Alltag, die es nicht zu einem eigenständigen Blogpost gebracht haben, aber die es wert sind, erwähnt zu werden:

Regionallager Tacubaya 02-FEB-2011 – Ungewöhnliches Meeting

Es passierte in meiner zweiten Woche beim Kunden, dass ich zu einem “Meeting” in ein regionales Distributionszentrum (CD) nach Tacubaya eingeladen wurde. Dies ist eine der vielen spontanen Aktionen, die mir die Mexikaner ungefähr in dem Moment mitteilen, wenn es losgehen soll 😉
 
Zudem gab es noch ein Missverständniss was dieses “Meeting” anging. Ein Kollege von Kundenseite sagte er werde mir das Lager zeigen. Es kam mir nicht komisch vor, dass zwei der Kollegen Turnbeutel bzw. gefüllte Plastiktüten mitnahmen. Seltsam fand ich jedoch, dass mir die Kollegen auf der Taxifahrt nach Tacubaya Fragen über Fußball gestellt haben … insbesondere, ob ich selbst spiele, wer der beste deutsche Fußballspieler sei etc. Aber ich ahnte erstmal nichts.
 
Als wir dann am CD ankamen, wurde mir der Hintergrund des Meetings klarer. Vor dem Lager wartete schon die Belegschaft des Lagers in Fußballklamotten, denn es ging um ein Freundschaftsspiel und kein Arbeitsmeeting. Selbst der Direktor der Logistikabteilung und ein paar Projektleiter standen dort in Trainingsdress – und ich natürlich noch im Anzug mit Kravatte 😀

Fútbol unweit vom Regionallager Tacubaya

Fútbol unweit vom Regionallager Tacubaya

Aber ja, die Kunden haben mir das Lager gezeigt – nämlich von außen. Ungefähr so: “Aquí estamos. Dort sind die 4 Docks für Wareneingang, dort dann die Tore für Warenausgang zu den Filialen. So, nun lass uns zum Fußball gehen …”

Auch wenn das Meeting anders ausfiel als erwartet, war es sehr spaßiges – obwohl ich von den Fußballgesängen nur die Hälfte verstanden habe. Durch uns als Zuschauer herrschte auf den kleinen Zuschauerrängen des Bolzplatzes ein ziemliches Spektakel.

Die Kanäle von Xochimilco – Donnerstag 24-FEB-2011

Ich hatte mir frei genommen um zu einer Geburtstagsparty in den südlichen Stadtteil Xochimilco zu fahren. Auf der Party war ich der einzige Gast, weil die Mexikaner die sonst eingeladen waren – und wohl auch zugesagt hatten – die Verbindlichkeit von mexikanische Zusagen an diesem Tag bestens demonstrierten. 

Die Kanäle von Xochimilco vermitteln einen Eindruck wie das Gebiet um Tenochtitlan – die Aztekenhauptstadt bzw. das heutige centro historico von Mexico City – ausgesehen haben könnte. In diesem Stück Natur vergisst man, dass man sich in der zweitgrößten Agglomeration der Welt befindet. Gerade weil ich in jener Woche ziemlich angewidert war von Santa Fe, war der Nachmittag in Xochimilco doppelt schön.

Kanäle von Xochimilco

Kanäle von Xochimilco

Kanäle von Xochimilco

Kanäle von Xochimilco

Kanäle von Xochimilco

Kanäle von Xochimilco

Die Fahrt nach Xochimilco dauerte ca. 2 Stunden – einfache Strecke. Ich wechselte viermal das Verkehrsmittel bis ich endlich am Treffpunkt war (micro, metro, tren ligero, taxi). Für die abendliche Fahrt zurück nach Santa Fe wählte ich andere Verkehrsmittel, doch trotzdem dauerte es wieder 2 Stunden. 
Damit wurde mir die Erfahrung zuteil, welche gigantischen Ausmaße Mexico City hat. Bei der abendlichen Heimfahrt auf dem Periférico (Schnellstraße mit mehreren Etagen) sieht man nur Lichter bis zum Horizont – egal in welche Himmelrichtung man schaut.

Abendverkehr Periférico

Abendverkehr Periférico

Coyoacan – Beim Knurren der Kojoten ersterben die Motoren 5-MAR-2011

Und plötzlich … Stille.
An einem Samstagmittag traf ich mich mit Claudia in Coyoacan (zentral gelegener Stadtteil von Mexico City). Mitten in der Stadt findet man – zumindest bis zum Nachmittag – zwei Plazas an denen man keinen oder nur sehr geringen Stadtlärm wahrnimmt. Jedenfalls bemerkte ich nach meiner Arbeitswoche in Santa Fe sehr schnell, dass es in Coyoacan ein bisschen ruhiger zugeht. Aber das hielt wirklich nur bis zum frühen Nachmittag …

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Veracruz

Samstagabend 12-MAR / Sonntag 13-MAR-2011

Nach dem Aufenthalt in Xalapa bin ich am Samstagnachmittag nach Veracruz weitergereist.

Auch in dieser Stadt habe ich Couchsurfer gefunden. In Xalapa hatte ich bereits kleine Probleme das Haus meiner Gastgeberin zu finden, denn dort gab es zwei Häuser mit der gleichen Hausnummer (in derselben Straße!).

In Veracruz begann es schon damit, dass ich die Straße meiner Gasteberin nicht selbst gefunden habe. Der Taxifahrer den ich angeheuert habe, sicherte mir zweimal zu die Straße zu kennen – selbst dann noch, als er irritiert-suchend im Kreis fuhr. Er hat dann per Funk von seinem sitio Fahranweisungen bekommen und die Straße schließlich gefunden. Aber die Hausnummer nach der ich suchte gab es in der Straße ebenfalls mehrmals – gleich 4 mal! Das habe ich natürlich erst festgestellt, nachdem ich am falschen Haus geklingelt habe …

Mit meiner Gastgeberin und ihren Freundinnnin war ich in nachts in einer Bar wo es live Rockmusik zu hören gab. Die Bar lag direkt am Meer – wobei man nachts davon nicht viel gesehen hat. Es war eine nette Abwechslung, wieder handgemachte Rockmusik zu hören und nicht die meist traurige Mariachimusik, die sogar im Radio läuft.

Das historische Zentrum von Veracruz habe ich am folgenden Sonntag erkundet. Veracruz spielte in so ziemlich jeder Epoche mexikanischer Geschichte eine Rolle. Es gibt in der Tat ein paar hübsche Flecken in der Stadt, aber ihre besten Tage hat sie bereits gesehen …

Hier ein paar Bilder:

Palabras Españoles de la Semana / Spanish Words of the Week (CW11)

Calendar Week 11, 2011:

español english
checar [mex., castellano: chequear] to check
el arból SAP Menu -> the tree structure
la barra de scroll the scrollbar
la confianza the confidence
playero the beach boy
lleno,-a full, crowded

Trabalenguas // Tongue-Twister

El que poco coco come,
poco coco compra.

Como yo poco coco como,
poco coco compro.

¿Porque vas a Xalapa? // Warum fährst du nach Xalapa?

Freitag 11-MAR 2011 / Samstag  12-MAR-2011
Xalapa ist die Hauptstadt des Bundesstaates Veracruz. Aber mit knapp 440,000 Einwohnern zählt sie zu den mexikanischen Kleinstädten und gilt eher als unspektakulär. Daher wurde ich im Vorfeld desöfteren gefragt, wie ich überhaupt auf die Idee komme nach Xalapa zu fahren. Meine Antwort auf die Frage: “Quiero ver las cabezas olmecas” (Ich möchte mir die Olmekenköpfe ansehen).

Cabeza Olmeca

Cabeza Olmeca

Die Olmeken gelten als Mutterkultur Mexikos. Sie lebten im heutigen Veracruz und Tabasco und übten über ihren Lebensraum und ihre Epoche hinaus großen Einfluss auf weitere mexikanische Stämme aus.
Da mein begrenztes Wissen über die mysteriösen Olmeken nur aus Indiana Jones stammt, wollte ich unbedingt mehr erfahren (die Olmeken gehörten zu den ersten Dingen die mir eingefallen sind, als ich über meinen Mexikoaufenhalt nachdachte).
Die wichtigsten Stätten um sich die Hinterlassenschaften der Olmeken anzusehen sind Villahermosa (bzw. La Venta) und Xalapa. Villahermosa liegt für einen Wochenendausflug leider zu weit weg von Mexico City. Also bin ich am Freitag nach Xalapa aufgebrochen.
… und wenn ich schonmal im Bundesstaat Veracruz bin, dann kann ich im Anschluss einen Abstecher in die Stadt Veracruz unternehmen (dazu ein andermal mehr).

In Xalapa habe ich einen netten Freitagabend mit Couchsurfern verbracht. Meine Gastgeberin hatte mich vorgewarnt, dass sie noch weitere Couchsurfer hat – nämlich sechs … aber in Wirklichkeit hat sie gar keine Couch!  In Mexiko überrascht mich nichts mehr – ernsthaft, rein gar nichts mehr …
Wir hatten einen lustigen Abend mit Quesadillas, lateinamerikanischer Musik und Licor de Agave (besser bekannt als Mezcal). Zuerst waren wir zu viert, später zu acht oder zu neunt und zum Schluss schließlich zu fünft. 

Olmekenkopf

Olmekenkopf

Die Aufmachung des Museo de Antropología ist sehr gelungen. In Nischen mit tropischen Gärten stehen die größeren Ausstellungsstücke (nicht nur Olmekenköpfe, sondern auch große Skulpturen von Menschen, Göttern, Tieren). Die Olmeken müssen bereits ein ausgeklügeltes Logistiksystem aufgebaut haben, denn das Gestein stammt aus einem Vulkangebiet, dass ca. 60 KM von den Fundorten entfernt liegt.

Ein weiterer Fakt der mir unbekannt war: Die Olmeken haben bereits Jade bearbeitet. Sie hatten, wie viele mexikanische Ureinwohner nach ihnen, ein hierarchisches Sozialsystem und sie haben diverse Götter angebetet.

Kathedrale von Xalapa

Kathedrale von Xalapa

Die verschiedenen Kulturen Mexikos haben sich gegenseitig die Klinke in die Hand gegeben und durch gesellschaftlichen Austausch oder gegenseitige Eroberungen diverse Gottheiten oder Bräuche übernommen.
Bestes Beispiel ist Quetzalcóatl – die gefiederte Schlange. Diese Gottheit taucht bereits bei den Urvölkern Mesoamerikas auf und spielt in vielen der nachfolgenden Stämme eine wichtige Rolle (vor allem bei Azteken, Maya und Bewohnern Teotihuacáns).

Der Besuch im Museum hat sich mehr als gelohnt. Ich habe viel über die Olmeken und weitere Ureinwohner von Mesoamerika erfahren. Außerdem habe ich viele Fotos im Museum geschossen, die ich noch aufarbeiten werde.

auf diesem Bild versteckt sich ein schneebedeckter Berg

auf diesem Bild versteckt sich ein schneebedeckter Berg

Was hat Xalapa sonst noch zu bieten? Viele Parks, eine unvollendete Kathedrale und eine tolle Aussicht auf einen schneebedeckten Gipfel (den Pico de Orizaba?). Leider wird der Blick durch eine Smogschicht getrübt.

… und ich habe von Couchsurfern und Bewohnern Xalapas unzählige Tipps bekommen, welche Perlen es um Xalapa herum noch zu entdecken gibt. Vielleicht komme ich noch einmal wieder. Immerhin habe ich in Xalapa einen Kollegen, der schon zweimal eine Einladung zu sich nach Hause ausgesprochen hat. Wenn er die Einladung ein drittes Mal ausspricht, dann meint er sie wirklich ernst 😉

Comer en la calle // Essen auf der Straße

Ya escrité sobre algunas comidas en México. Eso artículo trata sobre comidas en restaurantes. Pero esto artículo se dedica a comidas que se vende en la calle.

Generalmente, en las tiendas de la calle se tienen las mismas comidas que en las restaurantes. Por ejemplo, todas las variades de tacos, quesadillas y otros antojitos. También se venden tamales, frutas, jugos, dulces …

Una taquería de la calle sólo consiste de un fogón para asar o freír. A veces hay algunas sillas y una mesa – generalmente hay más clientes de sillas. Se sirve las comidas en platos de plástico o sólo en papel.

Comer en las calles es económico pero tanto rico como comer en restaurantes (a veces más rico). Comidas en la calle están preparando más rápido. Además, puedes observar cómo tu comida está preparando. Quiza comer en la calle tiene más riesgo que comer en un restaurante. Pienso esto riesgo es parte de la aventura en México. Un día, comí tacitos en una tienda in Alameda Central. La salsa fue muy picante. Tan picante si mi vecino empezó a toser y él pedío una bebida más 🙂

Me gusta comiendo en la calle. Lamentablemente, no hay esas tiendas cerca de mi lugar de trabajo …

Ich habe bereits über einige Speisen in Mexiko geschrieben. Jener Artikel konzentriert sich auf Essen in Restaurants. Aber dieser Artikel widmet sich dem Essen, das auf der Straße verkauft wird.

Im Allgemeinen haben die Verkaufsstände auf der Straße die gleichen Gerichte wie in Restaurants. Zum Beispiel, alle Variationen von Tacos, Quesadillas und anderen Snacks. Außerdem verkaufen sie Tamales, Obst, Saft, Süßigkeiten …

Eine Taquería auf der Straße ist meist eine große Herdplatte zum Grillen oder Braten. Manchmal gibt es einige Stühle und einen Tisch – in der Regel gibt es gibt mehr Kunden als Stühle. Die Mahlzeiten werden auf Plastiktellern oder einfach nur auf Papier gereicht.

Essen auf der Straße ist billig, aber genauso gut wie das Essen in Restaurants (manchmal besser). Die Mahlzeiten werden auf der Straße schneller hergestellt. Und man kann sehen wie die Mahlzeit zubereitet wird. Vielleicht bringt Essen auf der Straße ein höheres Risiko mit sich als das Essen in einem Restaurant. Ich denke, dieses Risiko ist Teil des Abenteuers in Mexiko. Eines Tages aß ich an einem Stand in Alameda Central. Die Salsa war sehr scharf. So scharf, dass mein Nachbar  zu husten begann und ein weiteres Getränk bestellte 🙂

Ich mag es auf der Straße zu essen. Leider gibt es keine Straßenstände in der Nähe von meinem Arbeitsplatz …

Palabras Españoles de la Semana / Spanish Words of the Week (CW9)

Calendar Week 9, 2011:

español english
la arena the sand 🙂
en linea online
Sin quejas ahora. I can’t complain. [as answer to “how are you”] 
(con) respecto a with regard to, with respect to
recoger take back, ship back
chocar (contra) to crash (into)

Trabalenguas // Tongue-Twister

Erre con erre cigarro
erre con erre barril
rápido ruedan  los carros
cargados de azúcar del ferrocarril.

[ruedan can be exchanged with corren]

El rey de desentarabintantingüe
se quiso desentarabintantingularizar
el que me lo desentarabintantingularize
un buen desentarabintantingularizador será.

Del codo al pecho
Del codo al pecho
Del codo al pecho
Del pecho al codo

[The last one  seems to work with native speakers only. They mix pecho with pedo and codo with cocho in the last line – very naughty … ]