Semana Santa en Oaxaca // Karwoche in Oaxaca

Mittwoch 20-APR … Montag 25-APR-2011

Mexikaner und auch ausländische Touristen kriegen feuchte Augen wenn man Oaxaca nur erwähnt. Viele verfallen in Schwärmereien über diesen Bundesstaat im Süden Mexicos. Um es vorwegzunehmen: Ich selbst bin Oaxaca nicht derartig verfallen.

In der Semana Santa – dem spanischsprachigen Equivalent der Karwoche – nehmen viele Mexikaner frei und fahren an die Küste. Die überlaufenen Stränden habe ich gemieden und bin nach Oaxaca de Juárez gefahren (also in die gleichnamige Hauptstadt des Bundesstaates).

Santo Domingo

Santo Domingo

Marienaltar

Marienaltar

Kathedrale am Zócalo

Kathedrale am Zócalo

Oaxaca war eine Blütestätte christlicher Klöster. Die Dominikaner und Augustiner bauten hier manchmal sogar direkt nebeneinander ihre Klöster. Das bekannteste ist Santo Domingo de Guzmán (ein Dominikanerkloster; wie man schon am Namen hört). Die Kirche selbst war leider total überlaufen mit Touristen.  

Viele Straßen, Häuser und besonders Kirchen werden zur Semana Santa in weißen und purpurnen Farben geschmückt (purpur ist Liturgiefarbe der Passionszeit). Das Verhüllen von Kruzefixen und Kreuzen geht so weit, dass manche Kirchen die gesamte Fassade des Hauptaltares mit riesigen pupurnen Stoffen verhüllen.

Am Karfreitag habe ich mir abends die Procesión de Silencio (stille Prozession) angesehen. Da die Mexikaner fast ausschließlich Katholiken sind und einen tiefen Marienkult leben, stand bei der Prozession die Trauer und der Schmerz von Maria im Vordergrund. Aber klar, auch Pasos mit Jesusfiguren wurden durch die Stadt getragen. Ein Paso stilisierte einen Schritt des Kreuzweges mit Figuren und wird von mehreren Personen bei der Prozession geschultert. 

 

Procesión del Silencio

Procesión del Silencio

Procesión del Silencio

Procesión del Silencio

Procesión del Silencio

Procesión del Silencio

Meine Reise hat sich anders entwickelt als ursprünglich geplant. Abgesehen von zwei Dörfern im Westen Oaxacas und den Bergen im Norden der Stadt habe ich nur die Stadt selbst besucht. Dafür war ich aber auch Gast auf einer mexikanischen Familienfeier am Ostersamstag, habe eine wunderschöne deutsche Orgel aus dem 17. Jahrhundert in der Kirche von Tlacochahuaya gesehen und war im einzigen Briefmarkenmuseum Mexikos.

Und noch etwas was ich vorher nicht erahnt habe: Ich war bei der Suche nach Ostereiern dabei!
Die Mexikaner selbst kennen weder den Brauch von Ostereiern, geschweige denn den Osterhasen. Aber da ich Couchsurfer bei einer deutsch-mexikanische Familie war, ergab sich auch ein Osterbrunch mit weiteren deutsch-mexikanischen Familien …

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