Uxmal – Eine Perle der untergegangenen Mayawelt

 19-JUNIO-2011
Meine selbstgestrickte Ruta Maya nimmt ihren ersten Höhepunkt im Weltkulturerbe Uxmal.
Frühmorgens um 6 habe ich den ersten Bus genommen der an der Mayastätte vorbeifährt und war damit überpünktlich zur Toröffnung vor Ort um die großen Touristenmassen zu meiden. Die frühe Anreise als auch der für mexikanische Verhältnisse hohe Eintrittspreis haben sich absolut gelohnt: 

 

Pirámide del Adivino

Pirámide del Adivino

"Nonnenviereck" - Nordgebäude

"Nonnenviereck" - Nordgebäude

El Grupo del Palomar

El Grupo del Palomar

Die unzähligen Gebäudeverzierungen sind gut erhalten. Mein persönliches Highlight war die grand pirámide . Hier habe ich zum ersten Mal die vielbeschworene Energie der mesoamerikanischen Stätten gespürt, als ich als einzelner die Treppenstufen bestiegen habe und vor dem kleinen Tempel auf der Pyramidenspitze stand. Man blickt hinunter auf die umliegenden Gebäude der Stätte und sieht in alle Richtungen nur dunkelgrünen Tropenwald. Vereinzeltes Vogelgeschrei dringt von unten zur Pyramidenspitze und dem Himmel mit tief liegender Wolkendecke ist man ein ganzes Stück näher. Dort auf der Spitze der Pyramide kann man nachempfinden was die Mayapriester und/oder -herrscher gefühlt haben, wenn sie die Pyramide hinaugestiegen sind und auf die unter ihnen liegende Stadt blickten (Uxmal hatte vermutlich eine Ausdehnung von 32 km²). Nach diesem Energieschub den ich auf der Pyramidenspitze erfuhr, beginne ich an die Kraft und Magie der alten Stätten Mesoamerikas zu glauben.

 

Aussicht von Pirámide Mayor

Aussicht von Pirámide Mayor

Palacio del Gobernador

Palacio del Gobernador

Chaac Masken

Chaac Masken

Wie Edzná, ist auch Uxmal bevölkert von Schwarzleguanen. Die größeren Exemplare sind nicht ganz so scheu; ziehen sich bei Annäherung aber ebenfalls rasch zurück. Man ist permanent von Leguanen umgeben; 4-6 Exemplare die man sieht und mind. 3-5 Exemplare die sich gut im Blattwerk getarnt haben. Auch Leguane können ihre Haut der Umgebung anpassen.

… und als ich auf der Suche nach den verwitterten nördlichen Pyramiden jenseits der Besucherpfaden mitten im Wald stand, huschte direkt neben mir ein Reptil in einen morschen Baumstumpf. Ich habe nur noch das Hinterteil gesehen und kann schwer sagen, ob es eine Schlange oder ein besonders großer Leguan war. Aber genau dort, abseits des ausgetretenen Pfades, umkreist von Moskitos, mitten im tropischen Dickicht klingelt mein Handy und meine Freundin sendet mir zum mexikanischen Vatertag ihre Grüße. Telcel ist hier allgegenwärtig – auch im tropischen Wald  :o)

Uxmal hat mir sehr gut gefallen. Die langnasigen Gottheiten die von Gebäudereliefs herabstarren, Totenköpfe als Verzierung von Gebäudebasen, verzierte Spitzbögen in verwitterten Mauerresten, sowie die fantastische Aussicht auf tropischen Wald und religiöse Gebäudestrukturen versetzt einen in eine andere Welt.

Uxmal von oben

Uxmal von oben

3 thoughts on “Uxmal – Eine Perle der untergegangenen Mayawelt

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