Ek’Balam

21-JUNIO-2011
Nach den Besuchen in Uxmal und Chichén Itzá wirkt Ek’Balam eher unbedeutend und klein. Daher ist der Eintrittspreis meiner Meinung überteuert (der anliegende Cenote ist nicht im Preis inbegriffen – Frechheit!). Allerdings muss man bedenken, dass ein großer Teil dieser ehemaligen Mayastadt noch unter einer Schicht aus Tropenwald schläft. Das mexikanische Institut für Anthropologie und Archäologie arbeitet an den Ausgrabungen der noch bedeckten Strukturen. Während wir durch die Ruinen streiften, wurden zeitgleich überwucherte Gebäudestrukturen von Bäumen, Gebüsch und grüner Humusdecke befreit. In ein paar Jahren dürften noch weitere Gebäude sichtbar sein.

Eine schöne Aussicht auf die zentrale Akropolis hat man von der Hauptpyramide. Sie hat ungefähr die gleiche Höhe wie Uxmals grand pirámide. Einige Verzierungen an den Fasaden der Stockwerke sind außergewöhnlich für mesoamerikanische Kulturen. Menschliche Figuren mit Flügeln sind abgebildet.

Erstmals habe ich hier eine Pyramide gesehen in der sich die Überreste eines Grabes befinden. Das habe ich in Mexiko bisher selten gesehen. Im Gegensatz zu den Ägyptern waren die Pyramide nicht Grabstätten der Herrscher sondern rituelle Gebäude.

Wenn man die Augen nicht nur auf die Ruinen richtet, wird man einen Teil der Tierwelt Yucatáns hier kennenlernen. Wir überquerten mehrere Straßen von großen roten Ameisen die sich über fast 30 Meter durch den Dschungel zogen. Außerdem kann man mit etwas Geduld Eidechsen und schillernd-bunte Vögel beobachten.

One thought on “Ek’Balam

  1. Pingback: Tour über die Halbinsel Yucatán « (Sobre-)Vivir en México

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