Erstes Wochenende in Shanghai – Touri-Tour

Samstag-Sonntag 14-15-AUG-2014

Mein erstes Wochenende in Shanghai stand im Zeichen von Sightseeing einiger berühmten Attraktionen so ziemlich jeder Stadtführer empfiehlt. Jene Attraktionen sind dementsprechend total überlaufen. Leider hatte ich in den ersten Tagen in keine Zeit mein erstes Wochenende vorzubereiten. Also ging ich tatsächlich mehr oder weniger nach dem Lonely Planet. Ich bin noch skeptisch, was die aktuellen Neuauflagen der Städteguides angeht. Die Kritik an meinem Reiseführer ist teils gerechtfertigt (eins der empfohlenen Restaurants liegt in meinem Hotelgebäude – dort kriege ich mein dürftiges Frühstück … aus freien Stücken dort essen würde ich warhscheinlich nicht …)

Samstagvormittag war ich im Shanghai Museum. Wie gesagt, die Arbeitstage zuvor war ich bereits viel zu beschäftigt um noch den Plan für das Wochenende aufzustellen. Daher war es etwas leichtsinnig von mir vormittags ins Museum zu gehen ohne den Wetterbericht zu prüfen. Der Besuch hat sich dennoch gelohnt. Allerdings hat es nachmittags angefangen zu regnen als ich am Bund ankam. Und da fehlte mir der Alternativplan für den verregneten Nachmittag. Ich beschloss einfach draufloszustratzen -> Gonzotourismus. Da mein Reisegepäck durch die vielen Geschenke klein war, brauche ich Kleidung. Also habe ich den nächstgelegenen Markt gesucht für Kleidung zu. Das Marktleben ist einen eigenen Artikel wert – egal welche Art von Markt. Wer weiß ob ich je hier Kleidung finden werde und dann kaufe …

Shanghai Museum
Ein klein bisschen war es Perlen vor die Säue, dass ich ins Museum für chinesische Kulturgeschichte gegangen bin. Da ich über chinesische Geschichte und Kulturelles wie Malerei, Kaligraphie, Handwerkskunst usw. wenig bis gar nichts weiß.
Das Museum ist großer als man von außen denkt. Wenn man es ernst meint, dann kan .an die Ausstellungen nicht ale an einem Tag beauchen. Ähnlich wie Museo de Antropología in Mexico City – das wohl wichtigste Museum über das chinesische Kulturerbe in Shanghai. Sehenswert – aber man sollte tatsächlich vor der offiziellen Öffnungszeit kommen und sich in die bereits wartende Besucherschlange einreihen.
Warten lohnt sich aber: Kalligraphie, Münzen, Jadeschmuck, und natürlich ein reicher Schatz an Porzellan – nicht umsonst wird die begehrte und qualitativ hochwertige Porzellankunst auch Chinaware genannt ;-)
Reizuberflutung bei Ming Vasen und dergleichen zerbrechlichen Schätzen aus diversen chin. Dynastien. Im Museum gibt es mehr als man in einem Besuch fassen kann. Sehr sehenswert und definitiv ein Muss wenn man in Shanghai ist!

Der Bund war total überlaufen. Die Sicht auf die von Wolkenkratzern überwucherte Sksline von Pudong war leicht in Nebel gehüllt und der wolkenverhangene Himmel zog sich weiter grau zusammen. Der Platzregen ließ nicht lange auf sich warten. Nach Pudong zu fahren um im Wald der Wolkenkratzer spazieren zu gehen habe ich mir dann erspart. Dafür war das Wetter zu instabil und erst recht ohne Sonne.

Nachmittag bin ich in eher untouristische Viertel gegangen. Dort wartet die beste Attraktion Chinas: Das tatsächliche chinesische Alltagsleben. Inklusive Essen auf der Straße, dreckigen Gossen, stinkende zusammengeflickte Motorroller, Hinterhofgarkuchen, schleimschnäutzende und rotzende Greise, Haustiere mit verfilztem Fell und natürlich Märkte, Märkte, Märkte.
Hier falle ich als Nicht-Chinese manchmal auf wie ein bunter Hund. Ich gebe mir Mühe nicht das Treibgut zu sein, was oben schwimmt in den Wellen des Seitenstraßenlebens Shanghais.

 

to be continued …

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s