Zhujiajiao

Samstag 30-AUG-2014

Mein einziger Ausflug der aus shanghai herausführte, ging in die Wasserstadt Zhujiajiao. Es wird das Venedig Chinas genannt, weil es Kanäle, Steinbrücken und alte weißgekalkte Häuser mit traditionellen Dachbauten hat. “Venedig Chinas” nennen sich allerdings viele Wasserstädte um Shanghai herum. Neben Qibao ist Zhujakjiao dijenige die am nächsten an Shanghai liegt. Daher wählten meine Kollegin und ich diese Stadt. So konnten wir einen Tagesa-, bzw. Halbtagesausflug dorthin unternehmen.


Der Trip war eine willkommene Abwechslung, denn ich überließ die Organisation meiner chinesischen Kollegin, die mir diesen Gefallen tun wollte. Nur sagte ich zu ihr, dass ich so früh wie möglich fahren wollte, damit wir rechtzeitig zur Toröffnung dort sind. Ich erwartete viele Touristen – schließlich Wochenende.
Übernächtigt durch den Schalentier-Showkampf am Abend zuvor, freute ich mich auf ein kurzes Schläfchen im Bus. Daraus wurde nichts, denn der Bus war überfüllt. ich habe meinen Platz für eine ältere Dame freigeräumt und stand die Hälfte  im Gang, stützte mich an der Decke des Buses bei der schlingernden Fahrt durch den Speckgürtel Shanghais. Meine Kollegin: Sie hatte früh morgens um 7 Uhr noch nicht so viele Leute erwartet – ich schon.

Morgens um 8 Uhr öffnen die meisten Attraktionen und Museen der kleinen Wasserstadt. Auch die Verkaufsstände für Souvenirs, Trödelkram, Seife, Schweine-Leckereien (Eisbein, Schweinefüßchen, Ohren, Rüssel etc.)  usw. öffneten.

Es war die frühe Anreise wert, denn wir hatten somit die schönsten Sehenswürdigkeiten für uns, bevor der große Besucheransturm die engen Straßen und Gassen flutete.
China ohne Menschen – das ist selten und kriegt man nur ganz, ganz, früh am Morgen. Als wir zuerst im Khezi Garten die Stille und Ruhe genießen konnten, pflichtete mir meine chinesische Kollegin bei, dass es eine gute Idee war früh anzureisen. Man merkte ihr an, dass es für sie ungewohnt war einen chineischen Garten zu besuchen, wenn noch kein Besucher dort ist.
nach dem Khezi Garten werde ich mir den Yu Garten in Shanghai sparen. Da ich ihn nicht unter der Woche besuchen kann, und hier auch am Wochenende schon vor Toröffnung die lärmenden Besucher vor dem Eingangstor mit den Füßen scharren, werde ich wohl den Yu Garten nicht in unberührter Ruhe und Idylle erleben können, wie ich den Khezi Garten aufnehmen durfte.

Wir besuchten noch den buddhistischen Tempel der Stadt. Nach meinen Tempeltour entdeckte ich hier nicht viel Neues, erhielt jedoch durch Erklärung meiner Kollegin mehr Einblicke in die Geister- und Dämonenwelt des chinesischen Glaubens … und auch das ein oder andere kleine aber feine Detail oder Schnappschuss ließ sich erhaschen.

Für das zweiten Frühstück haben wir an einem Straßenstand stinkenden Tofu (臭豆腐 chòu dòufu) abgegriffen. Nun habe ich ihn auch endlich probiert. Ein beliebter Straßensnack. Allerdings hatten wir nach Aussagen meiner Kollegin eine mildere Variante erwischt, die nicht so sehr “stinkt”.😉

Danach waren wir im Tempel des Stadtgottes. Hier war wohl Raubtierfutterung, denn viele alte Damen standen in langer und wilder Schlange für Schälchen Reis oder Nudeln zur Verköstigung.
Während in der Gebetshallt die sonore Litanei der Daoisiten heruntergebetet wurde, lärmten an der Essensausgabe die Senioren oder kauerten schon schmatzend.

Die Museenlandschaft von Zhujiajiao ist durchwachsen. Die Muessen sind klein, manchmal gar beschränlt auf ein oder zwei Räume. So zum Beispiel das Apothekenmuseum/chinesische traditionelle Medizin. Postmuesum sehr knuffig und nette Aufmachung.

Sehenswert ist das Kunstmusuem. Auch in china gibt es Westlich orientierte Malerei. Auch kleinkunst mit Scherenschnitt und Musum mit Austellung von Wasserfarbe



Zu Mittag haben wir in einem der Schmierigen Restaurants gegessen. Zumindest saßen wir in oberen Etage am Fenster zur Wasserfront.
Es gibt einen Batzen Shrimps als Appetizer, eine Hühnerbrühe mit dem kompletten Stück halbem Hühnchen drin, außerdem Pilze und einen sehr leckeren Aal mit Knoblauchzehen  – serviert in glutamatgeschwängerter Sojasauce.

 


Danach ließen wir uns auf eine Gondelfahrt über einen Teil des Wasserkanals ein. Die Bürgersteige und Gassen waren mittlerweile verstopft von Besuchern, so dass die Bootsfahrt eine schnelle Fortbewegungsmöglichkeit war.

Danach traten wir den Heimweg nach Shanghai an …

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