Geständnis eines Capsaicinsüchtigen

Hallo treue Leserin, hallo treuer Leser,

Heute wird ein Geheimnis gelüftet!

Du/Sie/ihr habt womöglich gemerkt, dass ich in diesen Tagen einige Blogeinträge veröffentliche, die schon eine Weile zurückliegen. Man könnte es als Frühjahrsputz in meinem “Entwurfs”-Ordner bezeichnen. Einige Blogeinträge warten schon seit Montaten -manche sogar seit Jahren – auf ihre Veröffentlichung. Jetzt wird endlich aufgeräumt im “Entwurfs”-Ordner. Hier folgt nun einer der ältesten Blogeinträge denen bisher die Veröffentlichung verwährt war. Schon seit über drei Jahren wartet mein Coming-Out als Capsaicin-Süchtiger auf seine Veröffentlichung. Nun wird mein kleines Geheimnis gelüftet …

März/April/Mai 2011:

Es ist ein offenes Geheimnis: Ja, ich bin ein Capsaicin-Junkie!!!

Ich weiß, dass ich durch den Konsum erhöhter Mengen meine Gesundheit gefährde. Eine erhöhte Menge ist allerdings abhängig von der Kondition des Konsumenten 🙂 Und noch ein toller Fakt: Capsaicin ist absolut legal!

Ich dachte mir zu Anfang meines Mexikoaufenhalts zu steigern, bis ich schließlich eine der schärfsten Chili der Welt probiert habe. Jedenfalls meinte einer der Kunden, dass man in einem der mexikanischen Restaurants nebenan die schärfte Chili der Welt essen kann (er meint wahrscheinlich die Sorte Habanero, wobei es schärfere asiatische Chilis gibt.
Aber es ist ohnehin umstritten, welches die schärfste Chili der Welt ist – Hier zählt das Gesetz: Desto kleiner, desto schärfer – nicht unbedingt die Signalfarbe).
Wie dem auch sei, meine Augen müssen diabolisch gefunkelt haben, als Habaneros erwähnt wurden.

In Mexiko werde ich mich bis zur Million steigern -> eine Million Scoville-Einheiten

Nachdem ich die erste Woche in Mexiko eher gemäßigt gegessen habe, traute ich mich in den darauffolgenden Wochen immer schärfere und exotischere Gerichte zu essen.

Auch Salsa Habanera (Sauce aus Habaneroschoten) habe ich schon als Würzmittel ausprobiert.
Allerdings mit Ernüchterung. Die Salsa war nicht so scharf wie ich mir vorgestellt habe – allerdings zu scharf für die durchschnittliche mitteleuropäische Zunge.

Und dann war es soweit: Der Supermarkt um die Ecke hatte endlich Habanero in der Auslage!
Ich habe eine Tüte gekauft und was soll ich sagen:
Genau so wie erwartet: Die grünen sind mittelscharf (eine ist ungefähr so scharf, als würde man zwei Chili Serrano essen).
Die orangen sind schon schärfer und bei den gelben sollte man bereits beim Schneiden vorsichtig vorgehen.
Aber es ist vollzogen: Ich habe Habaneros gegessen. Sogar komplett am Stück mit Kernen und Samenleiter 🙂

… meine Kollegen haben mich einen todesmutigen Frevler genannt.

Bereits beim Schneiden steigt einem die ätherische Würze in die Nase. Noch 1-2 Stunden später hat man Spaß, weil man miterlebt wie die Chili vom Magen in den Darm wandert – oder man unvorsichtigerweise Chilis ohne Handschuhe schneidet und sich später die Nase putz 😉

Ja, mit den Habaneros hatte ich meinen Spaß.

An meinem letzten Abend waren wir nocheinmal in einem mexikanischen Restaurant, das vier verschiedenen sorten von Salsa Habanera hat.
Von “mild” bis “extra scharf”.
“Mild” kitzelt ein bisschen an den Seiten der Zunge. Scharf, kitzelt mitten auf der Zunge. Sehr scharf an der Zungenspitze.
Nach Probieren der ersten drei fühlt man die gesamte Bandbreite der Gechmacksnerven.
Und bei der vierten – extra scharf aus gelben Habanaros – wird auf der ganzen Zunge ein Mini-Feuerwerk entflammt.
Da merkt man plötzlich wo die letzten Geschmacksknospen auf der Zunge von den vorigen Salsas nicht erreicht wurden 🙂

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Málà málà – Das wohlig stechende Prickeln von Sichuanpfeffer

Donnerstagabend 29-AUG-2014

Meine chinesischen Kollegen sind mit mir abends Essen gegangen. Da sie wussten, dass ich gerne scharf und gut gewürzt esse, haben sie in einem Sichuan Restaurant reserviert. Das Menu war ein representativer Querschnitt durch die Küche Sichuans – der absolute Wahnsinn, ein Fest, definitv ein Höhepunkt; wenn nicht der Höhepunkt meiner kulinarischen Reise durch China.

Zur Vorspeise gab es einen kunstvoll zusammengepressten Zylinder aus Grüngemüse und gebratenen Tofu-Stücken. Die Kollegen nannten es Gras – schmeckte allerdings besser als Gras.

Als weiteren Appetizer gab es Koushuiji – Kǒushuǐ jī – Mouthwatering chicken. Ich nenne es die Sichuan-Variante des bei mir schon berüchtigten San Huan Jí. Dieses Deja vu überraschte nicht …

Die Hauptgänge.:

– Gong Bao Shrimps

– “Innereieneintopf” bestehend aus Magen, Leber, Nieren und diversen andere …
Filetstückchen vom Aal rundeten das ganze ab. Der Aal schmckte phantastisch. Leider sehr ölig/fettig aber vom Geschmack und Konsistenz exzellent – zerging auf meiner jauchzenden Zunge :-9

– Frosch/Kröte

– Qualle

– Wels

Ach ja, es versteht sich von selbst, das ein Großteil der Gerichte mit Lastwagenladungen an Sichuanpfeffersorten, Chili und Chili-Öl serviert wurden.

Außerdem gab es zwischendurch noch Suppen, damit die Wartezeit auf den Fisch schneller rumging 😉
Was genau in der Suppe war – kein Ahnung. Sah aus wie Zucchini — war nach Aussage der Kollegen aber keine Zucchini.

Zum Nachtisch gab es ganz brav Früchte – mehr wäre nach dem Gelage gar nicht möglich gewesen

Was für mich als Capsaicin-Junkie die Sichuanküche zu einem herrlichen Erlebnis erhebt, ist neben der Schärfe von Chili und Pfeffer noch ein prickelnd-picksender Feuerwerkseffekt, der später als Nachbrenner hinzukommt, wenn die brennende Schärfe langsam abklingt. Es fühlt sich auf der Zunge, auf den Lippen und teilweise im Rachen an, wie viele kontinuierliche, sehr feine Nadelstiche. Ein Gefühl von feuriger Chilischärfe und prasselnd-picksendem Prickeln.
Im Chinesischen als “málà” bezeichnet -> die englische Übersetzung der n dwr Wikipedia ist “numbing hot”. Allersings nicht stark betäubend.

Diesen Spezialeffekt habe ich an meinem ersten Abend in Shanghai schon beim Fast Food Nudeleintopf gemerkt – bei weitem nicht so intensiv wie an jenem Abend im Sichuan Restaurant, aber spürbar. Im ersten Moment dachte ich mir die Zunge an den Nudeln verbrannt zu haben. Es war jedoch ein ganz schwacher Vorgeschmack auf jenes Schärfe-Feuerwerk das ich am Abend mit den chinesischen Kollegen im Sichuan Restaurant erleben durfte.
Die Innereien, der Fisch und vor allem die Froschschenkel hatten neben der feurigen Schärfe von Chili diesen prickelnden Spezialeffekt. Wie gesagt, Für einen Capsaicinjunkie wie mich ist die authentische Sichuanküche ein herrliches Erlebnis.

Als ich an meinem letzten Wochenende in einem anderen Sichuan Restaurant essen war, kam dieses Gefühl nicht auf. Leider war auch deren Gong Bao Jí. recht lasch – schmeckte fast, als wäre es aus einer Supermarktdose aufgewärmtes Instantfood. Auch bei dem als Spezialität bezeichneten brutzelnden Calamaritentakeln in Chili, schmeckte ich nur Schärfe – das prickelnde Picksen blieb aus. Das Picksen muss also durch eine besondere Zutat hervorgerufen werden. Es muss also noch etwas anderes sein, als nur der Sichuanpfeffer oder Chili. Was könnte es sein? Die chinesischen Kollegen war unfähig es zu erklären.

Puebla – Zweiter Besuch

Wochenende Samstag 08-MAI … 09-MAI-2011

Ich bin wirklich ein weiteres Mal nach Puebla gefahren …

… und wieder das übliche Programm: Regionaltypische Köstlichkeiten ausprobieren, bar hopping in Cholula, Sightseeing und noch mehr leckeres Essen probieren …

Was ich definitiv von Puebla in Erinnerung behalten werde, ist die Müdigkeit nach durchfeierten Nächten in Cholula sowie das permanenete Völlegefühl nach diversen Restaurantbesuchen. Aber das Essen in Puebla ist es allemal wert!

Eine Delikatesse der aktuellen Jahreszeit wollte ich nicht auslassen: Gusanos de Maguey – Mottenlarven die bevorzugt in Magueys (Agaven) leben.

Pasita - Likör mit Rosine und Käse

Pasita - Likör mit Rosine und Käse

Gusanos de Maguey + Guacamole

Gusanos de Maguey + Guacamole

Außerdem bleibt für mich Mole Poblano die beste, die ich bisher probiert habe. Mole ist eine Melange aus vielen unterschiedlichen Zutaten, die ein europäischer Koch allerhöchtens im Vollrausch mischen würde. Sie “Sauce” zu nennen grenzt an Frevel – Mole ist ein Kunstwerk. Die wichtigsten Zutaten sind Kakao und unterschiedliche Chilisorten (bei Mole Poblano sind es 7-8 verschiedene). Dadurch, dass verschiedene Zutaten mit gegensätzlichem Geschmack vermischt werden, ist Mole für mich typisch mexikanisch – Kontraste im seltsamen Einklang.

Am besten schmeckt meiner Meinung nach die Mole wenn alle Geschmacksrichtungen im Gleichgewicht sind (habe ich in diesem Restaurant erleben dürfen: El Ranchito). Zuerst zart-bitterer Kakaogeschmack, danach rauchig und nussig süß und zum Schluss entfalten die verschiedene Chilisorten langsam ihren scharfen Nachgeschmack. So schmeckt mir Mole am besten.

ähem, …  aber ich bin nicht nur wegen des Essens zurückgekehrt. Ein weiterer Grund gerade an diesem Wochenende nach Puebla zu fahren, war ein weiteres Stück mexikanische Geschichte zu erfahren. Am 5. Mai 1862 besiegte ein zahlenmäßig unterlegenes mexikanisches Heer die heranrückende Besatzungsmacht der Franzosen bei Puebla. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: In einer Zeit in der den Franzosen nur schwer beizukommen war, schlägt das mexikanische Heer – das sonst keine nennenswerte Siege vorweisen kann – die französischen Besatzungstruppen.

Fuerte de Loreto

Fuerte de Loreto

Fuerte - Deckenbemalung

Fuerte - Deckenbemalung

Fuerte de Loreto

Fuerte de Loreto

Der volle Name der Stadt Puebla ist aus diesem Grund Heroica Puebla de Zaragoza.
Zum Fort  Fuerte de Loreto bin ich mit meinen bereits vom letzten Besuch bekannten Weggefährten heraufgestiegen. Aber die Parade und das Reenactment zum Festtag des Cinco de Mayo habe ich verpasst, denn die waren logischerweise am 5. Mai (ein normaler Arbeitstag für mich)…
… davon mal abgesehen, es erwähnt natürlich niemand am 5. Mai, dass die Franzosen im darauffolgenden Jahr 1863 doch Puebla und Mexico City eingenommen haben und die mexikanische Regierung ins Exil flüchten musste.

Comer en la calle // Essen auf der Straße

Ya escrité sobre algunas comidas en México. Eso artículo trata sobre comidas en restaurantes. Pero esto artículo se dedica a comidas que se vende en la calle.

Generalmente, en las tiendas de la calle se tienen las mismas comidas que en las restaurantes. Por ejemplo, todas las variades de tacos, quesadillas y otros antojitos. También se venden tamales, frutas, jugos, dulces …

Una taquería de la calle sólo consiste de un fogón para asar o freír. A veces hay algunas sillas y una mesa – generalmente hay más clientes de sillas. Se sirve las comidas en platos de plástico o sólo en papel.

Comer en las calles es económico pero tanto rico como comer en restaurantes (a veces más rico). Comidas en la calle están preparando más rápido. Además, puedes observar cómo tu comida está preparando. Quiza comer en la calle tiene más riesgo que comer en un restaurante. Pienso esto riesgo es parte de la aventura en México. Un día, comí tacitos en una tienda in Alameda Central. La salsa fue muy picante. Tan picante si mi vecino empezó a toser y él pedío una bebida más 🙂

Me gusta comiendo en la calle. Lamentablemente, no hay esas tiendas cerca de mi lugar de trabajo …

Ich habe bereits über einige Speisen in Mexiko geschrieben. Jener Artikel konzentriert sich auf Essen in Restaurants. Aber dieser Artikel widmet sich dem Essen, das auf der Straße verkauft wird.

Im Allgemeinen haben die Verkaufsstände auf der Straße die gleichen Gerichte wie in Restaurants. Zum Beispiel, alle Variationen von Tacos, Quesadillas und anderen Snacks. Außerdem verkaufen sie Tamales, Obst, Saft, Süßigkeiten …

Eine Taquería auf der Straße ist meist eine große Herdplatte zum Grillen oder Braten. Manchmal gibt es einige Stühle und einen Tisch – in der Regel gibt es gibt mehr Kunden als Stühle. Die Mahlzeiten werden auf Plastiktellern oder einfach nur auf Papier gereicht.

Essen auf der Straße ist billig, aber genauso gut wie das Essen in Restaurants (manchmal besser). Die Mahlzeiten werden auf der Straße schneller hergestellt. Und man kann sehen wie die Mahlzeit zubereitet wird. Vielleicht bringt Essen auf der Straße ein höheres Risiko mit sich als das Essen in einem Restaurant. Ich denke, dieses Risiko ist Teil des Abenteuers in Mexiko. Eines Tages aß ich an einem Stand in Alameda Central. Die Salsa war sehr scharf. So scharf, dass mein Nachbar  zu husten begann und ein weiteres Getränk bestellte 🙂

Ich mag es auf der Straße zu essen. Leider gibt es keine Straßenstände in der Nähe von meinem Arbeitsplatz …

Me encantan las comidas mexicanas

Aqui está el articulo atrasado sobre “Comidas Mexicanas”.

Primero, algunas commentarios de mis colegas: en México se comen con las manos, en México, la base de muchas comidas es maíz, la otra base es chile 🙂

Casi todos los restaurantes ofrecen pan o nachos por aperitivo. Se sirven con salsas tipicas, por ejemplo salsa mexicana, salsa roja o salsa verde. A veces las son picante. Salsa mexicana es de tomates y cebollas. Salsa verde es de aguacate y chiles suaves. Al otro lado, la salsa roja se prepara con chiles picantes.

Se usa las salsas también por los platos principales. Platos mexicanos más conocido son tortillas, tacos, quesadillas, enchiladas etc. etc.

Hay un gran variedad de tacos y tortillas:

… de bistek, … de pastor, … de cecina, … de barbacoa … y también hay tacos con cactus – son muy rico! Cactus sabe a una mixta de pimientos amarillos y pepino – pienso es muy rico.

Una sopa muy popular es pozole. He probado algunas variantes de pozole. Por ejemplo, una variante de Guadalajara como se llama Pozole Tapatio. Es una sopa con carne de cerdo, chiles, salat, cebolla, oregano, limon (y si quiere más salsa picante 🙂 ).

También he probado desayunados mexicanos como Huevos Rancheros o Huevos a la Mexicana (huevos a la mexicana son – naturalmente – con chile)

Próxima vez, escribiré sobre comidas de la calle 🙂