Coffee Tasting: Indonesian Wild Kopi Luwak

— english version below —

“Wieselkaffee” nennt man diesen Kaffee. Einen der teuersten Kaffees der Welt. Der Anbau der Bohnen selbst scheint weniger teuer. Den Preis treibt die Veredelung der Bohnen, denn gerne spaße ich, dass jener Kaffee “durch die Meerkatze ging”. Genau genommen handelt es sich bem Kopi Luwak nicht um eine Meerkatze, sondern um eine Schleichkatze; genauer: einen Musang. Zwar artverwandt, jedoch im engeren Sinne keine Katzenart. Doch zurück zu der Kaffeeverdelung beim Kopi Luwak. Jene indonesische Musangart frisst die Kaffeekirschen und scheidet die unverdaulichen Kerne – die eigentliche Kaffeebohne – wieder aus. Durch die Verdauungssäfte fermentiert die Bohne bereits. Diese Bohnenreste werden gesammelt und dann weiter verarbeitet.

In der Speicherstadt Hamburg bot sich mir die Gelegenheit jenen Kaffee zu probieren.

Optik: Hellbraun, klarer/heller als normaler schwarzer Kaffee
Geruch: Malzig süßlich
Geschmack: Schmeckt ganz anders als normaler Kaffee, sehr mild, weich, nach Karamell

Den Kaffee zu probieren und dabei die Geschmacksnerven voll auf das Getränk zu fokussieren war es wert 11 EUR auf den Tresen zu legen. Geschmacklich hat mich der Kaffee nicht umgehauen. Allerdings verbuche ich es als eine Lebenserfahrung.
Allein die meditative Konzentration auf Geruch, Geschmack etc. hat sich gelohnt – sollte sich auch, denn die Stempelkanne war teuer genug 😉

Indonesian Wild Kopi Luwak

 

— ENGLISH VERSION: —

weasel coffee – strictly speaking, a palm civet (https://en.wikipedia.org/wiki/Asian_palm_civet) unrelated to a weasel. Belongs to the GROUP of cat-alike however not directly cat or weasel.

Not like usual coffee – much better than the regular ground coffee that I get served when drinking coffee (I usually drink espresso – coffee only when served at the hom eof s-.o. else).

Frshly ground good taste, aromatic and mild. Slightly sweet smell, bit like caramel on the tongue.

all in all an experience worth the 11EUR for two cups (one big cup)

http://www.speicherstadt-kaffee.de/

 

 

Alles andere als kalter Kaffee: Cold Brew Experiment

Dieser Blogpost entstand in der Hitzewelle 2015:

Eine weitere Hipster-Welle schwappte von den USA nach Deutschland: Cold-brew Coffee

Der Sommer 2015 brannte unerbittlich, in meiner neu-gewonnenen großen Küche zog ich alle Register und mein Kaffeekonsum zog an. Logisch, dass ich cold-brew ausprobieren wollte.

Da scheinbar keine spezielle Röstung benötigt wurde, nahm ich einfach den Espresso den ich ohnehin hatte. Die Rezepte online unterschieden sich vielmehr in den Ziehzeiten – nicht in den Abmessungen.
Allerdings quittierte meine digitale Küchenwaage regelmäßig den Dienst aufgrund von niedrigem Batteriestand. Damit musste ich zerknirscht wieder auf die grobschlächtige Mehlwaage zurückgreifen – Familienerbstück

120g Kaffebohnen -> Espressoröstung von Tschibo Fairtrade
900ml Wasser

Tja, der Mahlgrad … Banausenhaft habe ich 2/3 der Bohnen bei 20sec in der Schlagmühle  (ebenfalls Erbstück) eher grob gemahlen, wie für normalen Filterkaffee. Das letzte Drittel bei 25sec. Das wurde wohl zu fein – fast schon wie für Espresso (Anmerkung: Damals hatte ich noch keine vernünftige Kaffeemühle mit einstellbarem Kegelmahlwerk)

Dem Kaffepulver habe ich – wie die Rezepte verlangten – in einer Schüssel unter Rühren mit Schneebesen das Wasser hinzugegossen. Noch kurz umgerüht, danach abgedeckt stehen lassen für ca. 12,5 Stunden

Das Filtern gestaltete sich ziemlich als ziemlich schmutzig. Durch den Kaffeefilter in die Kanne nach und nach mit Tasse aus der Schüssel geschöpft. Anfangs liefs gut durch, dann versagte der Papierfilter. Das Pulver war scheinbar doch zu fein. Drei Filtertüten sind mir gerissen, bevor der Kaffeesatz komplett mit einlief. Als ich die Kanne umfüllte hatte ich später noch mindestdens eine halbe Tasse Kaffeesatz in der Kanne.

Abgefüllt habe ich ca. 700ml für den Kühlschrank. Den Rest in eine kleine Dose und ab in den Gefrierschrank um sie später als Eiswürfel zu benutzen.

Cold-brew Experiment

Cold-brew Experiment – Hipstermäßig mit “Vintage Blue”-Filter 😉

Das Experiment habe ich nicht wiederholt, den obwohl cold-brew erfrischend an Sommernachmittagen war – einen großen Unterschied zu normalem gebrühtem und danach abgekühltem Kaffee habe ich nich geschmeckt.