More random thoughts on Shanghai

– Bycycles, electric motorcycles, and mopeds always have priority in traffic. They even have the right of way when traffic lights are red.

– Es wird gebaut – Überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Gerade ist es kurz nach 1.00 Uhr morgens und ein Bagger poltert, rattert und tuckert unermüdlich auf der anderen Straßenseite in den Schluchten fertiger und halbfertiger Hochhäuser .

GALLERY WITH CONSTRUCTION SITE PICTURES

– Arbeitsschutz? Ich habe noch keinen chinesischen Bauarbeiter mit Gehörschutz gesehen – egal ob bewaffnet mit Presslufthammer, Kreissäge oder Flex. Immerhin, die meisten Bauarbeiter tragen einen Helm und signalfarbene Overalls oder zumindest Warnwesten.

– Propaganda is delivered via MetroTV news. You have to look and listen twice to discover that Shanghai belongs to socialist China. But hardest propaganda is the superficially beautiful healthy and intact world of advertising spots in Metro etc.

– Warum ist mir nach dem Hochhausgucken so schwindelig? Fahrstuhlfahren, Hals rauf und runter recken, Kopf in den Nacken legen, Augen fokussiern auf Nähe, dann wieder in die Ferne schweifen, blinzeln wegen Sonnenlicht, das durch Smogschichten gestreut wird … kein Wunder, dass man davon schwindelig wird…

– Gestank/Geruch auf den überfüllten Straßen – salzig, stechend süß -> Abwasser, Körperflüssigkeiten, -ausdünstungen, gährendes Gemüse/Fleisch/Fisch..

– Shangainese sweetness: Häufig wersen Speisen noch nachgesüßt. Erst recht Speisen die man in Deutschland nicht süßen würde.  z.b. dickflüssiger Fischfond aus Sojasauce, Zucker und ordentlich Glutamat und andere Chemikalien.

– Durchgeschwitzte Kleidung bei der Schwüle oder durchnässt von Regen und nicht abfließen den Gewässern auf den Straßen.

In der hippen French Consessions sah ich zum ersten mal in Shanghai doggy bags. Hier speiste die umweltbewusste Mittel-/Oberschicht – im Gegensatz dazu sah ich tags zuvor eher die bäuerliche Mittel-/Unterschicht speisen: rauchend, lärmend, saufend… die Familie hatte viel zu viel bestellt. Als sie die Gaststätte verließen war noch Essen für eine weitere 4-köpfige Familie übrig …

– … und an einem meiner letzten Abende wollte ich ein sichuan franchise Restaurant ausprobieren. Als ich durch eins der mehrstöckigen Restaurant-Hochhäuser geirrt bin und an einer Rezeption ankomme, frage ich die Bedienung, ob ich richig bin beim Restaurant “Spicy Joint”. Die chinesische Dame, nicht des englischen mächtig schaut mich verzweifelt, verneinend, ver …. unverständnislos an. Aiuch wenn sie es nicht weiß, aber ihre schwarze Arbeitsuniform mit der Aufschrift “Spicy Joint” auf ihrer schwarzen Arbeitsuniform verrät mir, dass ich richtig bin.

– Eine ganze Etage nur für Restaurants – schon Standard, obwohl nichtmal gehobene Klasse! Gehobene Klasse hat nur einen Tisch, Reservierungen, Food-Art, mehrteilige Gänge, Preis eines Abends in Kategorie von Kleinwagen – bin nicht in die Versuchung gekommen. Weiß auch nicht, warum es mich nicht gereizt hat 😉

Viele Begebenheiten aus folgendem Artikel kann ich bestätigen: http://www.theworldofchinese.com/2014/01/that-awkward-moment-in-china-when/

Breaking Bad in Pudong

Breaking Bad in Pudong

Advertisements

Der Abend des Mondfestes – Mid-Autumn Festival

Montag 8-SEPT-2014

Schon einige Tage vor dem Mondfest (engl. Mid-Autumn Festival) hat mir ein Kollege Mondkuchen ins Büro mitgebracht. Ich habe darauf bestanden, dass wir die kleinen – aber nährstoffreichen –  Küchlein teilen. Einer der Mondkuchen kam in Gestalt der salzig-süßen Shanghaier Variante; gefüllt mit bratensoßengeschwängertem Schweinehack (鲜肉). Der zweite Mondkuchen aus Blätterteig war gefüllt mit klebrig-süßer Bohnenpaste (豆沙)

Ein vorangegangener Artikel widmete sich dem Kommerz um das Mondfest; speziell dem unausweichlichen Feilbieten von Mondkuchen – ähnlich dem Pomp der in den Geschäften zur Weihnachtszeit im Abendland herrscht.
Chinesen kaufen die Leckereien nicht für sich selbst, sondern zum Verschenken (und Angeben) für Verwandte und Freunde..

Wie wohl schon vorab geschildert, wich meine romantisch verklärte Vorstellung des Mondfestes mehr und mehr der Ernüchterung bei einem Familienfest in China anwesend zu sein – aber nicht daran teilzuhaben.

Vollmond zum Mondfest

Vollmond zum Mondfest

Am 8. September lächelte der runde Vollmond auf Shanghai herab. Aus einer Laune heraus schlenderte ich abends nach dem Essen noch durch den Stadtteil nahe meiner Unterkunft und überlegte, ob ich mir noch eine leckere (süße kantonesische) Mondkuchenvariation zum Nachtisch besorgen sollte.

Eine Bäckerei um die Ecke hatte noch offen und bot Mondkuchen zum fairen Preis an. Jedoch nur in großen runden Familienpackungen – viel zu viel nur für mich allein (wie gesagt, Chinesen verschenken jene  Großpackungen an Familie/Freunde … ).

Den von mir schon beschriebenen Hype um den Mondkuchen wich Ernüchterung/Enttäuschung. An jeder Ecke wird für teuren Mondkuchen geworben, jeder zweite Bürger Shanghais trug in diesen Tagen mindestens eine Geschenktüte gefüllt mit pompösen Mondkuchen-Präsentboxen mit sich herum. Und als ich durch den Stadtteil schlenderte und auch Leute an der Straße oder in ihren kleinen Häuschen sah, konnte ich nirgendwo die Tradition vom Mondkuchenessen und Mond beobachten erkennen. Mondfest und niemand isst Mondkuchen – oder zumindest nicht ersichtlich. Womöglich hinter verschlossenen Türen, am heimischen Tisch.

In Old Town schlossen die Krämerläden, Verkaufsstände und familiengeführten Imbissbuden ihre Pforten. Leute saßen beim Abendessen an der Straße, aber keiner ass Mondkuchen oder betrachtet den Mond.

Am Straßenrand saß eine Familie auf Plastikstühlen am Plastiktisch beim Abendessen. Schüsseln mit Nudeln oder Reis – ohne Mondkuchen.

In einem Krämerladen saßen zwei hagere Männer bei Schüsseln mit Nudelsuppe vor einem Fernseher – ohne Mondkuchen

In einem Massagesalon flätze sich ein Kunde zufrieden lächelnd auf einem Sofa. Man sah ihm an, wie er jene Fußmassage genoss – auch ohne Mondkuchen

Mondfest - Old Town

Mondfest – Old Town

Waren die Leute in meinem Stadtteil zu arm um sich Mondkuchen zu kaufen? Oder haben sie keine Freunde die Mondkuchen verschenken? Oder keine Freunde, die sich Mondkuchen leisten können?

Ich schlenderte an einer Filiale der kantonesischen franchisekette Tsui Wah vorbei – kein Mondkuchen auf der Karte

Ich stattete dem Family Mart einene kurzen Besuch ab – kein Mondkuchen

Watson – kein Mondkuchen

Ichido -> ok, sie haben Mondkuchen, aber mein stolz sagte mir in China den Mondkuchen nicht bei einer japanischen Bäckereikette zu kaufen.

Im Pacific Coffee waren die Stühle schon hochgestellt um den Boden nach Feierabend zu schrubben.

Andere Bäckerein waren geschlossen.

So kehrte ich zurück in meine Unterkunft. Schließlich blieb mir nur eine Blätterteigvariante von Mondkuchen, die ich in der Woche zuvor als Geschenk erhilt. Die Sicht auf den Mond von der Business Lounge war extrem schlecht. Außerdem stand ein Techniker in seinem grau-blauen Overall am Fenster und führte ein lautes Streitgespräch über sein Mobiltelefon.

Ich ging auf die Außenterasse – der Mond leider hinter der Fassade des Wolkenkratzers. Ein chinesisches Ehepaar saß – nach sichtlichem Fast Food Mahl – bei einer Flasche Wein ebenfalls auf der Terasse…. und was war wohl noch auf ihrem Tisch übrig? Womöglich aßen doch chinesiche Päärchen Mondkuchen zum Mondfest? Die Welt ist doch noch nicht verloren.

Ich holte mir einen Tee und kehrte schmunzelnd zurück auf die Terasse – und sie aßen doch keinen Mondkuchen …

Ein Fundstücke im Netz:

http://www.timeoutshanghai.com/features/Food__Drink-Food__Drink/13250/2014-Mid-Autumn-Festival-mooncake-deals.html

http://www.theworldofchinese.com/2014/09/which-moon-cake-are-you/

Random Thoughts – Shànghǎi

Bazaar at Yuyuan Garden

Bazaar at Yuyuan Garden

None of the colleagues told me to be prepared for heavy and constant rain falls. My packing list for the hot, humid, and relentless summer sun of Shànghǎi only comprised light summer clothing. Had I known that this would be a wet alate summer I would’ve packed rubber boots. First week, my feet were always wet when commuting to and from work.
The assumption of summer weather was too big and the real rain season would start when I am already gone.

In the first week I never saw the sun. It was hidden behind dust, ozone, or grey rain clouds.
When I was walking the last few hundreds meters on pedestrian walk back home to my apartment at late evening/early night, the sun has already set down somewhere behind the cloudy curtains in the west. However, a sleepless city like Shànghǎi knows no closing hours. In those moments the scene in Shànghǎi reminds me of Ridley Scotts vision of the megacity in Blade Runner. The picture includes heavy rainfall that forms large and smeary puddles on the pavement, neon-flashes from advertising light walls on every second building that light up the crowded streets, street vendors, beggars, honking speeding cars, yelling, shouting, traffic signal flashes, roaring engine noise, people commuting. This is the sci-fi vision of such a megacity that already manifested itself as Shànghǎi. Although, the sugary soft drink advertised in the movie is written in Chinese letters in Shànghǎi . … and of course, the flying cars are missing. 😉

Concerning cars and traffic: The honk is an essential tool and sth. any visitor immediately notices. Cars and especially motorcycles keep going even when there is a red traffic signal. The honk is used to warn others when speeding through streets of Shànghǎi. Even public busses honk to signal that they also use the street and might use it with higher velocity than allowed. Speaking of which, didn’t notice road signs with speed limit except for signs at entrace of hotels saying 5 km. SO FAR noticed no traffic accident.

 

“People’s Square” – Should be renamed into “People square” – because there are a lot of people 😉 Exactly those pictures you know from crowded pedestrian crossings and crowded metro stations – busiest metro station that I have seen so far … etc. etc.

In the metro, most Chinese will use the escalators instead of the stairs. Good for me because I can accelerate my pace when running up the stairs and avoiding the crowd.

Concerning crowds. Chinese must love crowds – or they found a way to accept them and to live with the overpopulation 😉

Überall Rotzen, Niesen, Husten, Gähnen ohne sich die Hand vor den Mund zu halten.

Andere Länder, andere Sitten, andere Tischmanieren

Zurück im Schmelztiegel

Seit etwas mehr als einer Woche bin ich zurück in Mexico City.

Meine Wohnung in Mannheim ist ausgeräumt und übergeben. Ich lebe nun wieder aus dem Rucksack 🙂

Der Flug nach Mexiko und der Weg durch DF nach Santa Fe war für mich nichts besonderes mehr. Routiniert habe ich das Einreiseformular ausgefüllt, wieder “180 días” Aufenthalt eingeheimst, die Zollbeamten sofort überzeugt, dass ich kein ignoranter Gringo bin und am Taxistand habe ich zielstrebig die korrekte Zone meines Ziels genannt – otra vez, bienvenido a México.

Ein klein bisschen fühlte ich mich als Einheimischer, weil ich dem Taxifahrer ohne zu überlegen beschrieben habe wohin er fahren muss. Mein Zimmer liegt diesmal auf der anderen Seite des Hotels. Nämlich auf der Seite wo die morgendlichen und abendlichen Rush Hours von Santa Fe durch starke Geräuschpegel gut wahrnehmbar sind – den Wecker brauche ich morgens nicht mehr.

Die Abwesenheit von Lärm war das erste was ich in Deutschland bemerkt habe. Und der Lärm war das erste was mir in Mexiko wieder auffiel. Das Kuriose ist, dass es mich nicht mal mehr stört. Es gehört zur Umgebung. Auch die Betriebsamkeit in den Projekträumen ist wieder eine krasse Umstellung zu den ruhigen Büros in Walldorf (hätte nie gedacht, dass ich die Büros im hektischen Walldorf und “Ruhe”  mal in einem Satz nennen würde).

Positiv aufgefallen ist die Begrüßung die mir von Seiten der Kunden und lateinamerikanischen Berater entgegengebracht wurde. Nach nur zweiwöchiger Abwesenheit war mein Empfang von den mexikanischen Kollegen herzlicher als der Empfang, der mir nach fast dreimonatiger Abwesenheit von meinen deutschen Kollegen entgegengebracht wurde – naja, nachvollziehen kann ich es schon.
In Deutschland rief bei meiner Rückkehr niemand begeistert “PATRICK!” durch den Flur; in Mexiko schon.

Die quirlige mexikanische Lebensart (und Arbeitsweise) gibt mir das nötige Durchhaltevermögen für dieses Projekt. Nie war die Arbeitslast so hoch wie in diesen Tagen …
Dadurch, dass ich mich auf die mexikanische Art und vor allem auf Spanisch als Projektsprache eingelassen habe, wurde ich viel stärker in das Projektteam integriert als die anderen deutschen Berater. Ich genieße meine Sonderstellung. 

Anfang dieser Woche habe ich den Projektleiter von Kundenseite mit dem ich eng zusammenarbeite gefragt, ob er das “Du” oder “Sie” bevorzugt. Da ich immer mehr in der Projektarbeit spanisch spreche, ist es mir wichtig zu wissen woran ich bin. Die meisten Projektmanager haben mir schon in den ersten Wochen das Du angeboten – mit ihm habe ich nie drüber geredet, weil wir meistens englisch miteinander sprechen. Ohne zu zögern sagte er “¡Tú! ¡Tú!” (spanisch für “Du! Du!”). Aber danach huschte ein kleiner, kaum wahrnehmbarer, weiß-grauer Schatten der Kränkung über sein Gesicht. Ich vermute er hielt es für selbstverständlich, dass ich ihn duzen soll.

Ich kann nach einer Woche nicht sagen, ob ich mich freue wieder zurück zu sein. 
Mein Hass auf Santa Fe ist noch nicht wieder entbrannt. Santa Fe gegenüber bin ich derzeit emotionslos; aber lieben werde ich es wohl nie. Die abgasgeschwängerte Luft, permanentes Rauschen von Klimaanlagen, die feuchten amerikanischen Träume die hier von der mexikanischen Oberschicht auslebt werden, der tägliche Verkehrsinfarkt und Logenplätze auf die Smogglocke von DF sind für mich absolute Gegenteile von guter Lebensqualität.

Dann aber wieder das exzellente mexikanische Essen, die strahlenden Gesichter von Bekannten/Freunden und die buena onda die im Projekt herrscht … 
All die Kontraste Mexikos … Patricio ist zurück; seit dem ersten Moment in dem ich wieder mexikanischen Boden betrat. Und ich brenne auf mehr Erfahrungen!

Mexiko Stadt – Eindrücke ohne Zusammenhang

Gesammelte Eindrücke und persönliche Meinungen, die keinen kompletten Artikel füllen, sondern zusammenhanglos hier aufgeführt werden. Teilweise auch Gedankenfetzen, die mir desöfteren durch den Kopf schießen:

“Mexico City ist fast ausschließlich für Autos ausgelegt – der Stadtteil Santa Fe ist ausschließlich für Autos ausgelegt.”

“Nie vorher habe ich die Verben ser und estar verwechselt (beide bedeuten übersetzt: sein – sie werden jedoch in unterschiedlichen Situationen verwendet). Und plötzlich passieren mir in einer Woche zwei Verwechslungen.

Auch mit den geschlechtsspezifischen Adjektiven und Artikeln habe ich vorher keine großen Probleme gehabt. Passiert mir mittlerweile fast täglich.
Liegt es daran, dass mein Spanisch stark eingerostet ist oder spreche ich mehr als sonst im Spanienurlaub?”

Woran erkennt man, dass man in den inneren Stadtteilen von Mexiko Stadt war?
– Auch nach dreimaligem Händewaschen mit Kernseife rinnt noch grauer Schmutz ins Waschbecken.

Eingänge zu den Metrostationen werden durch Verkaufsstände versteckt.

Wenn man den Weg nicht weiß, so fragt man am besten 3 verschiedene Passanten und sucht sich aus den 5 Wegbeschreibungen die man erhält diejenige aus, die am überzeugendsten klingt.

Soll ich über die mexikanischen Verhältnisse schreiben, die für mich nichts besonderes sind, aber für den ein oder anderen Europäer einen Kulturschock bedeutet? z.B. die riesigen Müllberge über die man stolpert, wenn man an einer Metrostation in der wartenden Schlange von Bussen den eigenen Bus sucht?

Wenn hier Shakira im Radio läuft, denn singt sie auf spanisch 🙂

“Auf meiner Brust liegt ein Amboss und mir schnürt sich schon wieder die Kehle zu.”

In Mexiko Stadt braucht man keinen MP3-Player – Musik spielt überall

Und hier noch ein kleiner Beitrag für meine mexikanischen Leser, die diesen Blog per google translator übersetzen lassen: Quiten usar google translador. La traducción destroza la lengua. Mexico City no me ha descapcionado – Al contrario, esperé este chingo montón de concreto, basura y smog – no estoy decepcionado 😉
(zu dt: Ich bin nicht von der Stadt enttäuscht)

¡Hasta la victoria – siempre!